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Urbaner Wohnungsbau bleibt eine große Herausforderung auf politischer, sozialer, städtebaulicher und architektonischer Ebene. In den letzten zehn Jahren haben die Düsseldorfer Konferenzen des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst systematisch die Bedingungen und Themen des urbanen Städtebaus analysiert. Dabei wurden Fragen der Ökonomie, Ökologie, Politik, Gesellschaft, Kultur und Technik in Bezug auf die städtebauliche und architektonische Gestaltung behandelt. Im Fokus stand das gemischte Stadtquartier, das als Grundbaustein der kompakten europäischen Stadt anstelle funktionaler Zonierung fungiert. Es wurden Fortschritte im Verständnis erzielt, was ein gemischtes Stadtquartier ausmacht, darunter die Trennung öffentlicher und privater Bereiche, soziale und funktionale Mischung sowie die angemessene Dichte von Bau, Bevölkerung und Aktivitäten. Dennoch steht der Realisierung solcher Quartiere eine zentrale Bedingung entgegen: die Baugesetzgebung. Vorschriften wie die Baunutzungsverordnung stammen aus einer Zeit, in der man die dichte Stadt durch aufgelockerten Siedlungsbau überwinden wollte. Andere Regelungen, wie die Lärmschutzverordnung, verfolgen oft isolierte Ziele, ohne die Auswirkungen auf das gesamte Stadtgefüge zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass die beliebtesten und funktionalsten Stadtquartiere paradoxerweise nicht gebaut werden dürfen, selbst wenn der Wille dazu vorhanden ist.

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Nichts ist erledigt!, Christoph Mäckler

Język
Rok wydania
2020
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Nichts ist erledigt!
Język
niemiecki
Rok wydania
2020
Oprawa
miękka
Liczba stron
216
ISBN10
386922763X
ISBN13
9783869227634
Seria
Opis
Urbaner Wohnungsbau bleibt eine große Herausforderung auf politischer, sozialer, städtebaulicher und architektonischer Ebene. In den letzten zehn Jahren haben die Düsseldorfer Konferenzen des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst systematisch die Bedingungen und Themen des urbanen Städtebaus analysiert. Dabei wurden Fragen der Ökonomie, Ökologie, Politik, Gesellschaft, Kultur und Technik in Bezug auf die städtebauliche und architektonische Gestaltung behandelt. Im Fokus stand das gemischte Stadtquartier, das als Grundbaustein der kompakten europäischen Stadt anstelle funktionaler Zonierung fungiert. Es wurden Fortschritte im Verständnis erzielt, was ein gemischtes Stadtquartier ausmacht, darunter die Trennung öffentlicher und privater Bereiche, soziale und funktionale Mischung sowie die angemessene Dichte von Bau, Bevölkerung und Aktivitäten. Dennoch steht der Realisierung solcher Quartiere eine zentrale Bedingung entgegen: die Baugesetzgebung. Vorschriften wie die Baunutzungsverordnung stammen aus einer Zeit, in der man die dichte Stadt durch aufgelockerten Siedlungsbau überwinden wollte. Andere Regelungen, wie die Lärmschutzverordnung, verfolgen oft isolierte Ziele, ohne die Auswirkungen auf das gesamte Stadtgefüge zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass die beliebtesten und funktionalsten Stadtquartiere paradoxerweise nicht gebaut werden dürfen, selbst wenn der Wille dazu vorhanden ist.