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Probiersteine

Strukturen des Wettens und seiner literarischen Darstellung

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Wetten kennen wir als alltäglich spielerische Möglichkeit, mit Ungewissheit und Meinungsstreit umzugehen. Doch ein genauer Blick auf die Struktur solcher Abmachungen legt manche Hintergründigkeit offen. Literarische Beispiele erzählen die Wette meist als Scheitern einer naiven Haltung zu Entscheidungs- und Konfliktsituationen. Für Kant war die Wette der "Probierstein", um die eigene Überzeugung einer Prüfung zu unterziehen. Die Frage, ob man wohl das "Glück des ganzen Lebens verwetten" würde, mache auch den "stutzig", der zunächst jeden Irrtum ausschliesst. Als Element literarischer Handlung bietet die Wette zwar ästhetisch reizvolle Möglichkeiten. Doch Figuren, die sich ihrer als Werkzeug der Reflexion und Erkenntnis bedienen, scheinen mit ihr durchgängig krachend an der Unberechenbarkeit der Welt und des Mitmenschen zu scheitern - wäre da nicht Goethes Faust, der sich in eine listige Wette mit dem Teufel flüchtet, am Ende aber gerade durch ihren Verlust gerettet wird.

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Probiersteine, Julian Werlitz

Język
Rok wydania
2020
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Probiersteine
Podtytuł
Strukturen des Wettens und seiner literarischen Darstellung
Język
niemiecki
Rok wydania
2020
Oprawa
miękka
ISBN10
3957431743
ISBN13
9783957431745
Seria
Opis
Wetten kennen wir als alltäglich spielerische Möglichkeit, mit Ungewissheit und Meinungsstreit umzugehen. Doch ein genauer Blick auf die Struktur solcher Abmachungen legt manche Hintergründigkeit offen. Literarische Beispiele erzählen die Wette meist als Scheitern einer naiven Haltung zu Entscheidungs- und Konfliktsituationen. Für Kant war die Wette der "Probierstein", um die eigene Überzeugung einer Prüfung zu unterziehen. Die Frage, ob man wohl das "Glück des ganzen Lebens verwetten" würde, mache auch den "stutzig", der zunächst jeden Irrtum ausschliesst. Als Element literarischer Handlung bietet die Wette zwar ästhetisch reizvolle Möglichkeiten. Doch Figuren, die sich ihrer als Werkzeug der Reflexion und Erkenntnis bedienen, scheinen mit ihr durchgängig krachend an der Unberechenbarkeit der Welt und des Mitmenschen zu scheitern - wäre da nicht Goethes Faust, der sich in eine listige Wette mit dem Teufel flüchtet, am Ende aber gerade durch ihren Verlust gerettet wird.