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Philosophie der Medizin

Kleine Vorträge zur Systematik

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Die Fragen nach Materie, Kausalität, Raum und Zeit beschäftigen Philosophen seit Aristoteles bis Kant. Im 19. Jahrhundert bemerkte Einstein, dass Ernst Cassirer der letzte sei, mit dem er sich auf „Augenhöhe“ über diese Probleme unterhalten könne. Ein Quantenphysiker stellte fest, dass er, da die Philosophen ihn im Stich ließen, selbst zum Philosophen werden müsse. Aktuelle, strittige Positionen in subatomaren und kosmophysikalischen Theorien zeigen, dass die Physik eigene philosophische Probleme hat, ähnlich wie andere Wissenschaftsdisziplinen. Besonders die Biologie hat sich seit den 80/90er Jahren von einem „genzentristischen“ Ansatz abgewandt, was das Verhältnis zwischen Evolutionstheorie und Entwicklungsbiologie betrifft. Der Titel Philosophie der Medizin verweist auf diese wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung: Die bemerkenswerte Differenzierung der Medizin, ihre Position zwischen angrenzenden Disziplinen – nicht nur naturwissenschaftlichen, sondern auch hermeneutischen – sowie ihre beruflichen, institutionellen, ökonomischen und ethischen Aspekte schaffen eigene philosophische Probleme, die oft außerhalb der akademischen Disziplin der Philosophie liegen.

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Philosophie der Medizin, Johann-Heinrich Königshausen

Język
Rok wydania
2022
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Tytuł
Philosophie der Medizin
Podtytuł
Kleine Vorträge zur Systematik
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
ISBN10
382607761X
ISBN13
9783826077616
Seria
Opis
Die Fragen nach Materie, Kausalität, Raum und Zeit beschäftigen Philosophen seit Aristoteles bis Kant. Im 19. Jahrhundert bemerkte Einstein, dass Ernst Cassirer der letzte sei, mit dem er sich auf „Augenhöhe“ über diese Probleme unterhalten könne. Ein Quantenphysiker stellte fest, dass er, da die Philosophen ihn im Stich ließen, selbst zum Philosophen werden müsse. Aktuelle, strittige Positionen in subatomaren und kosmophysikalischen Theorien zeigen, dass die Physik eigene philosophische Probleme hat, ähnlich wie andere Wissenschaftsdisziplinen. Besonders die Biologie hat sich seit den 80/90er Jahren von einem „genzentristischen“ Ansatz abgewandt, was das Verhältnis zwischen Evolutionstheorie und Entwicklungsbiologie betrifft. Der Titel Philosophie der Medizin verweist auf diese wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung: Die bemerkenswerte Differenzierung der Medizin, ihre Position zwischen angrenzenden Disziplinen – nicht nur naturwissenschaftlichen, sondern auch hermeneutischen – sowie ihre beruflichen, institutionellen, ökonomischen und ethischen Aspekte schaffen eigene philosophische Probleme, die oft außerhalb der akademischen Disziplin der Philosophie liegen.