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Die dunkle Seite der Christdemokratie

Geschichte einer autoritären Versuchung

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In Ungarn wickelt Victor Orbáns Fidesz-Partei die Demokratie ab und beruft sich dabei auf die christdemokratische Tradition. Dies wirft die Frage auf, wie ernst es christdemokratischen Parteien in der Vergangenheit mit der liberalen Demokratie war. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Christdemokratie in Europa einen Aufschwung, angeführt von Staatsmännern wie Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Robert Schuman, die für Frieden und Stabilität eintraten. Doch die Christdemokratie hatte auch eine dunkle Seite: Der autoritäre Geist des politischen Katholizismus blieb präsent, was sich in der Bewunderung für Diktatoren wie Franco und Salazar sowie in einem angespannten Verhältnis zur freien Presse und den Institutionen der liberalen Demokratie zeigte. Mit der schrittweisen Abkehr von konservativen Positionen, insbesondere in der Ära Kohl in Deutschland, erlebte die Christdemokratie eine Demokratisierung, die jedoch mit einer ideologischen Entkernung einherging. Fabio Wolkenstein analysiert die wechselvolle Geschichte der Christdemokratie in Europa und beleuchtet, welchen autoritären Versuchungen sie widerstand und welchen sie nachgab. Zudem fragt er nach den heutigen Strategien christdemokratischer Parteien zur Machterhaltung und ob der Union in Deutschland nach Angela Merkels Ära ein Rückfall in illiberalere Zeiten droht.

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Die dunkle Seite der Christdemokratie, Gregor Fabio Wolkenstein

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die dunkle Seite der Christdemokratie
Podtytuł
Geschichte einer autoritären Versuchung
Język
niemiecki
Wydawca
Beck
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
ISBN10
3406782388
ISBN13
9783406782381
Seria
Tagi
Ocena
3 z 5
Opis
In Ungarn wickelt Victor Orbáns Fidesz-Partei die Demokratie ab und beruft sich dabei auf die christdemokratische Tradition. Dies wirft die Frage auf, wie ernst es christdemokratischen Parteien in der Vergangenheit mit der liberalen Demokratie war. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Christdemokratie in Europa einen Aufschwung, angeführt von Staatsmännern wie Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und Robert Schuman, die für Frieden und Stabilität eintraten. Doch die Christdemokratie hatte auch eine dunkle Seite: Der autoritäre Geist des politischen Katholizismus blieb präsent, was sich in der Bewunderung für Diktatoren wie Franco und Salazar sowie in einem angespannten Verhältnis zur freien Presse und den Institutionen der liberalen Demokratie zeigte. Mit der schrittweisen Abkehr von konservativen Positionen, insbesondere in der Ära Kohl in Deutschland, erlebte die Christdemokratie eine Demokratisierung, die jedoch mit einer ideologischen Entkernung einherging. Fabio Wolkenstein analysiert die wechselvolle Geschichte der Christdemokratie in Europa und beleuchtet, welchen autoritären Versuchungen sie widerstand und welchen sie nachgab. Zudem fragt er nach den heutigen Strategien christdemokratischer Parteien zur Machterhaltung und ob der Union in Deutschland nach Angela Merkels Ära ein Rückfall in illiberalere Zeiten droht.