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Recherche und Erkundung

Über die Wiederkehr des Botenberichts im Theater der Migration

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  • 340 stron
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Die deutschsprachigen Theaterbühnen beschäftigen sich seit den 2010er Jahren intensiver mit sozialer Anerkennung und rassistischer Diskriminierung. Zentrale Fragen sind, wer auf der Bühne agieren darf und wie soziale, kulturelle und ethnische Marginalisierungen sichtbar gemacht werden können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren. Das Buch untersucht dokumentarische Theaterarbeiten, die soziale Marginalität durch Stadtraum-Erkundungen oder fiktionalisierte Recherchen thematisieren. Es wird das Konzept des Boten(-berichts) als theatrale Form und medientheoretische Denkfigur betrachtet, um Grenzverläufe zwischen „Eigenem“ und „Fremdem“ sowie postdramatische Erzählweisen in Beziehung zu setzen. Die ästhetischen und medialen Strategien der Differenzverhandlung werden als marginale Berichterstattung analysiert, wobei das Theater selbst Teil eines paradoxen Spiels zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit wird. Mit dem Fokus auf Medialität entwickelt die Studie einen eigenständigen Zugang zu Dokumentarismen im Gegenwartstheater. Neben dem Konstruktionscharakter und dem Spannungsverhältnis zwischen Intensität und Reflexion werden auch die machtvollen Dimensionen dokumentarischer Ästhetiken beleuchtet. In einer zunehmend diversifizierten Theateröffentlichkeit können Aufführungen nicht mehr nur als Präsenzereignisse zwischen Handelnden und Zuschauenden verstanden werden; es stellt sich die Frage nach dem „Dritten“, der od

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Recherche und Erkundung, Friederike Oberkrome

Język
Rok wydania
2022
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Tytuł
Recherche und Erkundung
Podtytuł
Über die Wiederkehr des Botenberichts im Theater der Migration
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
Liczba stron
340
ISBN10
3958083587
ISBN13
9783958083585
Seria
Tagi
Opis
Die deutschsprachigen Theaterbühnen beschäftigen sich seit den 2010er Jahren intensiver mit sozialer Anerkennung und rassistischer Diskriminierung. Zentrale Fragen sind, wer auf der Bühne agieren darf und wie soziale, kulturelle und ethnische Marginalisierungen sichtbar gemacht werden können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren. Das Buch untersucht dokumentarische Theaterarbeiten, die soziale Marginalität durch Stadtraum-Erkundungen oder fiktionalisierte Recherchen thematisieren. Es wird das Konzept des Boten(-berichts) als theatrale Form und medientheoretische Denkfigur betrachtet, um Grenzverläufe zwischen „Eigenem“ und „Fremdem“ sowie postdramatische Erzählweisen in Beziehung zu setzen. Die ästhetischen und medialen Strategien der Differenzverhandlung werden als marginale Berichterstattung analysiert, wobei das Theater selbst Teil eines paradoxen Spiels zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit wird. Mit dem Fokus auf Medialität entwickelt die Studie einen eigenständigen Zugang zu Dokumentarismen im Gegenwartstheater. Neben dem Konstruktionscharakter und dem Spannungsverhältnis zwischen Intensität und Reflexion werden auch die machtvollen Dimensionen dokumentarischer Ästhetiken beleuchtet. In einer zunehmend diversifizierten Theateröffentlichkeit können Aufführungen nicht mehr nur als Präsenzereignisse zwischen Handelnden und Zuschauenden verstanden werden; es stellt sich die Frage nach dem „Dritten“, der od