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Stilllebenmalerei von Chardin bis Picasso

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  • 371 stron
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Die vorliegende Abhandlung untersucht die Entwicklung der Stilllebenmalerei, beginnend mit J.-B. Siméon Chardin bis zur klassischen Moderne. Der zentrale Ansatz ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem oft irreführenden Begriff Stillleben (nature morte, natura morta), der in der Forschung meist als „bildliche Wiedergabe lebloser bzw. unbewegter Dinge“ definiert wird. Demgegenüber wird argumentiert, dass Künstler stets darauf abzielen, die „toten“ Dinge der Natur in eine dynamische, sinnstiftende Kunst zu verwandeln und sie so zum Leben zu erwecken. Die traditionelle kunstwissenschaftliche Analyse hat in diesem Bereich nur begrenzte Rezeptionskenntnisse hervorgebracht; ein methodisch abgesichertes Deskriptionssubstrat fehlt. Dieses kann nur durch die interdisziplinäre Einbeziehung von Wahrnehmungspsychologie und Gestalttheorie erreicht werden. Erst durch das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Dynamik und Ausdrucksqualitäten wird deutlich, dass jeder dynamisch strukturierten Form ein universelles semantisches Potenzial innewohnt. Daraus ergibt sich ein hermeneutischer Ansatz, der zeigt, dass Stillleben mehr bedeuten als die Darstellung unbewegter Dinge – sie können menschliche Charaktere, Verhaltensweisen und Schicksale ausdrücken. R. Arnheim formuliert es treffend: „Stillleben vermitteln die gleiche Botschaft wie Menschengruppen.“

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Stilllebenmalerei von Chardin bis Picasso, Günter Brucher

Język
Rok wydania
2006
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Stilllebenmalerei von Chardin bis Picasso
Język
niemiecki
Wydawca
Böhlau
Rok wydania
2006
Oprawa
twarda
Liczba stron
371
ISBN10
3205774019
ISBN13
9783205774013
Seria
Opis
Die vorliegende Abhandlung untersucht die Entwicklung der Stilllebenmalerei, beginnend mit J.-B. Siméon Chardin bis zur klassischen Moderne. Der zentrale Ansatz ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem oft irreführenden Begriff Stillleben (nature morte, natura morta), der in der Forschung meist als „bildliche Wiedergabe lebloser bzw. unbewegter Dinge“ definiert wird. Demgegenüber wird argumentiert, dass Künstler stets darauf abzielen, die „toten“ Dinge der Natur in eine dynamische, sinnstiftende Kunst zu verwandeln und sie so zum Leben zu erwecken. Die traditionelle kunstwissenschaftliche Analyse hat in diesem Bereich nur begrenzte Rezeptionskenntnisse hervorgebracht; ein methodisch abgesichertes Deskriptionssubstrat fehlt. Dieses kann nur durch die interdisziplinäre Einbeziehung von Wahrnehmungspsychologie und Gestalttheorie erreicht werden. Erst durch das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Dynamik und Ausdrucksqualitäten wird deutlich, dass jeder dynamisch strukturierten Form ein universelles semantisches Potenzial innewohnt. Daraus ergibt sich ein hermeneutischer Ansatz, der zeigt, dass Stillleben mehr bedeuten als die Darstellung unbewegter Dinge – sie können menschliche Charaktere, Verhaltensweisen und Schicksale ausdrücken. R. Arnheim formuliert es treffend: „Stillleben vermitteln die gleiche Botschaft wie Menschengruppen.“