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Eine Nation und ihre Denkmäler

Erinnerungskultur im postsowjetischen Aserbaidschan

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  • 360 stron
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In Aserbaidschan, einem Transitland zwischen Großregionen, waren konkurrierende Identitätsentwürfe zwischen turkistischen, iranischen und sowjetischen Identitäten stets ein Gegenstand gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Dabei kam dem Denkmal als Medium eine herausragende Rolle zu. Die starke Zentralregierung ab 1993 konnte diese Identitäten in ein Narrativ integrieren und geschickt ausgleichen. Elnura Jivazada beschreibt zum ersten Mal diese Entwicklung aus Sicht der vielfältigen gesellschaftlichen Akteure und stellt deren Praktiken der Interaktion mit den Denkmälern in den Vordergrund. Während die Märtyrerallee für die Opfer des sowjetischen Einmarsches vom 20. Januar 1990 eine Abgrenzung zur sowjetischen Vergangenheit herstellte, blieb das Denkmal für N rimanov, Gründer der Sowjetmacht in Aserbaidschan, als Gedächtnisort der neuen Linken bestehen. Die Denkmäler für die Republikgründung von 1918 bilden ein Spannungsfeld zwischen Visionen über parlamentarische Demokratie und zentrale Präsidialmacht. Dagegen sind die Erinnerungsinhalte für die Opfer und Verluste des ersten Karabach-Krieges unumstritten und besitzen eine mobilisierende Funktion für die nationale Identität. Jetzt reinlesen: Inhaltsverzeichnis(pdf)

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Eine Nation und ihre Denkmäler, Elnura Jivazada

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Eine Nation und ihre Denkmäler
Podtytuł
Erinnerungskultur im postsowjetischen Aserbaidschan
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
twarda
Liczba stron
360
ISBN13
9783515130240
Seria
Tagi
Opis
In Aserbaidschan, einem Transitland zwischen Großregionen, waren konkurrierende Identitätsentwürfe zwischen turkistischen, iranischen und sowjetischen Identitäten stets ein Gegenstand gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Dabei kam dem Denkmal als Medium eine herausragende Rolle zu. Die starke Zentralregierung ab 1993 konnte diese Identitäten in ein Narrativ integrieren und geschickt ausgleichen. Elnura Jivazada beschreibt zum ersten Mal diese Entwicklung aus Sicht der vielfältigen gesellschaftlichen Akteure und stellt deren Praktiken der Interaktion mit den Denkmälern in den Vordergrund. Während die Märtyrerallee für die Opfer des sowjetischen Einmarsches vom 20. Januar 1990 eine Abgrenzung zur sowjetischen Vergangenheit herstellte, blieb das Denkmal für N rimanov, Gründer der Sowjetmacht in Aserbaidschan, als Gedächtnisort der neuen Linken bestehen. Die Denkmäler für die Republikgründung von 1918 bilden ein Spannungsfeld zwischen Visionen über parlamentarische Demokratie und zentrale Präsidialmacht. Dagegen sind die Erinnerungsinhalte für die Opfer und Verluste des ersten Karabach-Krieges unumstritten und besitzen eine mobilisierende Funktion für die nationale Identität. Jetzt reinlesen: Inhaltsverzeichnis(pdf)