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Ereignisse schreiben

Dokumentarische Operationen in der Wikipedia

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  • 240 stron
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Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist ein zentraler Orientierungspunkt für Wissenssuchende im Netz. Ihren Aufstieg verdankt sie einer Phase des Web 2.0, die Formen vernetzten Arbeitens und neuformulierte Ideale der Wissensproduktion für sich nutzt: Jenseits bisheriger Beglaubigungsstrategien von Expertise und verlegerischen Produktionsbedingungen entsteht mit ihr eine Enzyklopädie unter Anrufung kollektiver Intelligenz und kollaborativen Engagements. Die Entgrenzung enzyklopädischer Schreibprozesse führt zu einem Paradigmenwechsel, weg von der Repräsentation exemplarischer Vollständigkeit hin zur Präsentation restlosen Sammelns. In diesem Modus wird alles zum Gegenstand der Dokumentation, von der Entstehung eines Artikels bis hin zu Diskussionen um die Löschung von Einträgen. Das Schreiben selbst wird zum Ereignis und präfiguriert das Wissen der Wikipedia als ein immer schon vorläufiges, fortwährend auszuhandelndes Wissen im Widerstreit. Anhand einer genauen Untersuchung exemplarischer 'Ereignis-Lemmata' samt ihren Bearbeitungsgeschichten liefert Katja Grashöfer eine genaue Bestandsaufnahme dieser dokumentarischen Operationen. Dabei wird deutlich, inwiefern die Praktiken der Wikipedia selbst nicht nur Ergebnis, sondern auch Motor neuer Formen von Wissen, Wissensproduktion und Autor_innenschaft werden.

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Ereignisse schreiben, Katja Grashöfer

Język
Rok wydania
2024
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Ereignisse schreiben
Podtytuł
Dokumentarische Operationen in der Wikipedia
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
twarda
Liczba stron
240
ISBN13
9783963173844
Seria
Tagi
Opis
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist ein zentraler Orientierungspunkt für Wissenssuchende im Netz. Ihren Aufstieg verdankt sie einer Phase des Web 2.0, die Formen vernetzten Arbeitens und neuformulierte Ideale der Wissensproduktion für sich nutzt: Jenseits bisheriger Beglaubigungsstrategien von Expertise und verlegerischen Produktionsbedingungen entsteht mit ihr eine Enzyklopädie unter Anrufung kollektiver Intelligenz und kollaborativen Engagements. Die Entgrenzung enzyklopädischer Schreibprozesse führt zu einem Paradigmenwechsel, weg von der Repräsentation exemplarischer Vollständigkeit hin zur Präsentation restlosen Sammelns. In diesem Modus wird alles zum Gegenstand der Dokumentation, von der Entstehung eines Artikels bis hin zu Diskussionen um die Löschung von Einträgen. Das Schreiben selbst wird zum Ereignis und präfiguriert das Wissen der Wikipedia als ein immer schon vorläufiges, fortwährend auszuhandelndes Wissen im Widerstreit. Anhand einer genauen Untersuchung exemplarischer 'Ereignis-Lemmata' samt ihren Bearbeitungsgeschichten liefert Katja Grashöfer eine genaue Bestandsaufnahme dieser dokumentarischen Operationen. Dabei wird deutlich, inwiefern die Praktiken der Wikipedia selbst nicht nur Ergebnis, sondern auch Motor neuer Formen von Wissen, Wissensproduktion und Autor_innenschaft werden.