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Liederkranz

Dem Andenken der verstorbenen Frau Herzogin Dorothea von Kurland geweiht

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Erwacht in blüthenreicher Flur, Und was der Himmel segnend ihr gegeben, Gab mütterlich ihm die Natur. Den lichten Glanz, die reiche Blumenfülle, Des reinsten Daseyns warmen Strahl, Des wolkenfreyen Himmels heil'ge Stille In einem heitren Frühlingsthal. O schöner Tag! der Erde aufgegangen, Um hell und licht in deinem Reiz zu prangen. Und wollen auch die Stürme sich erheben, Sie weichen vor des Lichtes Strahlenkranz, Und selbst des Abends kühle Schatten weben Den Schleyer nicht um dieses Tages Glanz. Er sinkt, so wie er freundlich aufgegangen, Nur Abendroth zeigt sein Entschwinden an, Und wo die fernen Welten ihn empfangen, Beschließen Sterne seine Bahn; Selbst wenn schon nächtlich tiefe Dunkel wallen, Hört man Gebete lange noch erschallen. So war Dein Aufgang, so Dein Niedersinken, Du, Deines Landes holder Frühlingstag; Du zogst dahin, wo helle Sterne winken, Dahin, wo Deine rechte Heimath lag. Du schiedest, Fürstin, so von Deinem Throne, Wie von dem Leben, in dem höchsten Glanz, Und schimmernder als Deine Fürstenkrone War Deiner Anmuth Strahlenkranz; Dein Abendroth wird noch in Liebe glühen, Wenn tiefe Schatten unsre Welt umziehen.

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Liederkranz, Ulrich von Schlippenbach

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Liederkranz
Podtytuł
Dem Andenken der verstorbenen Frau Herzogin Dorothea von Kurland geweiht
Język
niemiecki
Wydawca
Culturea
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
ISBN13
9782385086138
Seria
Kategorie
Tagi
Opis
Erwacht in blüthenreicher Flur, Und was der Himmel segnend ihr gegeben, Gab mütterlich ihm die Natur. Den lichten Glanz, die reiche Blumenfülle, Des reinsten Daseyns warmen Strahl, Des wolkenfreyen Himmels heil'ge Stille In einem heitren Frühlingsthal. O schöner Tag! der Erde aufgegangen, Um hell und licht in deinem Reiz zu prangen. Und wollen auch die Stürme sich erheben, Sie weichen vor des Lichtes Strahlenkranz, Und selbst des Abends kühle Schatten weben Den Schleyer nicht um dieses Tages Glanz. Er sinkt, so wie er freundlich aufgegangen, Nur Abendroth zeigt sein Entschwinden an, Und wo die fernen Welten ihn empfangen, Beschließen Sterne seine Bahn; Selbst wenn schon nächtlich tiefe Dunkel wallen, Hört man Gebete lange noch erschallen. So war Dein Aufgang, so Dein Niedersinken, Du, Deines Landes holder Frühlingstag; Du zogst dahin, wo helle Sterne winken, Dahin, wo Deine rechte Heimath lag. Du schiedest, Fürstin, so von Deinem Throne, Wie von dem Leben, in dem höchsten Glanz, Und schimmernder als Deine Fürstenkrone War Deiner Anmuth Strahlenkranz; Dein Abendroth wird noch in Liebe glühen, Wenn tiefe Schatten unsre Welt umziehen.