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Der metallzeitliche Speicherplatz bei Weilerswist-Vernich

Ein Beitrag zur Siedlungsarchäologie im Rheinland

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  • 429 stron
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Der metallzeitliche Fundplatz Weilerswist-Vernich im Rheinland stellt einen einzigartigen archäologischen Standort dar, der das gängige Siedlungsmuster mit Subsistenzwirtschaft aufbricht. Petra Tutlies definiert hier drei gleichzeitig bewirtschaftete Speicherareale und führt den Begriff Speicherplatz ein. Diese Plätze dienten entweder als zentrale Lager für die umliegenden Gehöfte oder dem Handel mit landwirtschaftlichen Überschüssen. Die nachgewiesenen Gebäudegrundrisse und zahlreiche Speichergruben waren ausschließlich für Wirtschafts- und Lagerzwecke genutzt. Besonders bemerkenswert ist ein vollständig erhaltenes Vorratsgefäß mit einem Volumen von 200 Litern, das in situ in einer der großen Speichergruben entdeckt wurde. In mehreren Fällen konnten Batterien von eng beieinanderliegenden Speichergruben identifiziert werden. Der Fundplatz liegt an einem wichtigen Verkehrskorridor am westlichen Fuß des Voreifel-Gebirges, wo auch Marneformen, französischer Feuerstein und Mahlsteine aus Basaltlava nachgewiesen werden konnten. Ein hexagonaler 6-Pfosten-Bau verweist auf ähnliche Strukturen in Belgien und Nordostfrankreich. Die Dissertation der Autorin zeigt nicht nur ein Handels- und Kommunikationsnetzwerk des eisenzeitlichen Rheinlandes im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. auf, sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag zur Siedlungsarchäologie durch die Auswertung der Speichergruben.

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Der metallzeitliche Speicherplatz bei Weilerswist-Vernich, Petra Tutlies

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Der metallzeitliche Speicherplatz bei Weilerswist-Vernich
Podtytuł
Ein Beitrag zur Siedlungsarchäologie im Rheinland
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
Liczba stron
429
ISBN13
9783805353816
Seria
Opis
Der metallzeitliche Fundplatz Weilerswist-Vernich im Rheinland stellt einen einzigartigen archäologischen Standort dar, der das gängige Siedlungsmuster mit Subsistenzwirtschaft aufbricht. Petra Tutlies definiert hier drei gleichzeitig bewirtschaftete Speicherareale und führt den Begriff Speicherplatz ein. Diese Plätze dienten entweder als zentrale Lager für die umliegenden Gehöfte oder dem Handel mit landwirtschaftlichen Überschüssen. Die nachgewiesenen Gebäudegrundrisse und zahlreiche Speichergruben waren ausschließlich für Wirtschafts- und Lagerzwecke genutzt. Besonders bemerkenswert ist ein vollständig erhaltenes Vorratsgefäß mit einem Volumen von 200 Litern, das in situ in einer der großen Speichergruben entdeckt wurde. In mehreren Fällen konnten Batterien von eng beieinanderliegenden Speichergruben identifiziert werden. Der Fundplatz liegt an einem wichtigen Verkehrskorridor am westlichen Fuß des Voreifel-Gebirges, wo auch Marneformen, französischer Feuerstein und Mahlsteine aus Basaltlava nachgewiesen werden konnten. Ein hexagonaler 6-Pfosten-Bau verweist auf ähnliche Strukturen in Belgien und Nordostfrankreich. Die Dissertation der Autorin zeigt nicht nur ein Handels- und Kommunikationsnetzwerk des eisenzeitlichen Rheinlandes im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. auf, sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag zur Siedlungsarchäologie durch die Auswertung der Speichergruben.