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Der Jischuw an der Oder

Juden in Stettin, 1945-1950

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Stettin (Szczecin) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Potsdamer Abkommens dem polnischen Staatsgebiet angegliedert, obwohl die Stadt westlich der Oder-Neiße-Linie liegt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, und auch für die wenigen jüdischen Rückkehrer gab es keine Perspektive. Im Frühjahr und Sommer 1946 siedelte der polnische Staat etwa 28.000 polnische Juden in Stettin an, die den Holocaust in der Sowjetunion überlebt hatten. Diese Ansiedlung war Teil der "Repatriierung" polnischer Staatsbürger aus der UdSSR. Die Studie untersucht die politischen Hintergründe dieser Ansiedlung sowie den Status Stettins als jüdisches Siedlungsgebiet (Jischuw). Der Fokus liegt auf den ersten Monaten nach der Ankunft der Juden, die durch schwierige Lebensbedingungen, den Verlust von Angehörigen und ein Klima antisemitischer Gewalt geprägt waren. Viele Juden verließen Stettin nach kurzer Zeit und versuchten, in den Westen zu fliehen, um nach Palästina zu gelangen. Im weiteren Verlauf wird die Entwicklung der jüdischen Gesellschaft in Stettin bis 1950 betrachtet, als die Stalinisierung des Landes die Autonomie der jüdischen Bevölkerung und ihrer Institutionen zunehmend einschränkte.

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Der Jischuw an der Oder, Achim Wörn

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Der Jischuw an der Oder
Podtytuł
Juden in Stettin, 1945-1950
Język
niemiecki
Wydawca
Herder
Rok wydania
2021
Oprawa
miękka
Liczba stron
378
ISBN13
9783879694433
Seria
Tagi
Opis
Stettin (Szczecin) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Potsdamer Abkommens dem polnischen Staatsgebiet angegliedert, obwohl die Stadt westlich der Oder-Neiße-Linie liegt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, und auch für die wenigen jüdischen Rückkehrer gab es keine Perspektive. Im Frühjahr und Sommer 1946 siedelte der polnische Staat etwa 28.000 polnische Juden in Stettin an, die den Holocaust in der Sowjetunion überlebt hatten. Diese Ansiedlung war Teil der "Repatriierung" polnischer Staatsbürger aus der UdSSR. Die Studie untersucht die politischen Hintergründe dieser Ansiedlung sowie den Status Stettins als jüdisches Siedlungsgebiet (Jischuw). Der Fokus liegt auf den ersten Monaten nach der Ankunft der Juden, die durch schwierige Lebensbedingungen, den Verlust von Angehörigen und ein Klima antisemitischer Gewalt geprägt waren. Viele Juden verließen Stettin nach kurzer Zeit und versuchten, in den Westen zu fliehen, um nach Palästina zu gelangen. Im weiteren Verlauf wird die Entwicklung der jüdischen Gesellschaft in Stettin bis 1950 betrachtet, als die Stalinisierung des Landes die Autonomie der jüdischen Bevölkerung und ihrer Institutionen zunehmend einschränkte.