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Von der Physikotheologie zum Vitalismus?

Transformationen des Verhältnisses von Naturforschung und Religion im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert

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War die Aufklärung des 18. Jahrhunderts tatsächlich mit der Säkularisierung von Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft verbunden? Die Beiträge dieses Bandes zeigen, dass es nicht um eine Trennung, sondern um Neubestimmungen des engen Verhältnisses von Religion und Naturwissenschaften geht. Im Mittelpunkt stehen die theologischen und religiösen Implikationen einer Physikotheologie, des Mesmerismus, eines "aufgeklärten Vitalismus" (P.H. Reill) und der romantischen Naturphilosophie. Die frühere Annahme, dass die Physikotheologie mit der Aufklärung obsolet wurde und die Naturwissenschaften sich von der Religion emanzipiert hätten, erweist sich als unzutreffend. Vielmehr zeigt sich, dass am Beginn der Moderne ein enges Verhältnis zwischen Religion und Naturwissenschaften bestand. Die Transformationen der dominierenden "Physikotheologie" werden beleuchtet, insbesondere deren mechanistische und rationalistische Akzentuierungen, die mit der theologischen Philosophie der Leibniz-Wolffschen Schule verbunden waren. Diese Vorstellungen wurden im späteren 18. Jahrhundert durch hermetische und theosophische Modelle ergänzt, die oft als esoterisch oder pseudowissenschaftlich betrachtet wurden. Der Band macht die Praktiken der Physikotheologie sowie die theosophischen Aspekte der Aufklärung sichtbar und widerlegt die These von der Emanzipation der Naturwissenschaften von der Religion, die im Kontext der Säkularisierungstheorie steht.

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Von der Physikotheologie zum Vitalismus?, Thomas Ruhland, Friedemann Stengel, Karl Baier, Baptiste Baumann, Julia Bloemer

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Rok wydania
2024
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(twarda)
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Tytuł
Von der Physikotheologie zum Vitalismus?
Podtytuł
Transformationen des Verhältnisses von Naturforschung und Religion im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
twarda
Liczba stron
638
ISBN13
9783525500965
Seria
Tagi
Opis
War die Aufklärung des 18. Jahrhunderts tatsächlich mit der Säkularisierung von Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft verbunden? Die Beiträge dieses Bandes zeigen, dass es nicht um eine Trennung, sondern um Neubestimmungen des engen Verhältnisses von Religion und Naturwissenschaften geht. Im Mittelpunkt stehen die theologischen und religiösen Implikationen einer Physikotheologie, des Mesmerismus, eines "aufgeklärten Vitalismus" (P.H. Reill) und der romantischen Naturphilosophie. Die frühere Annahme, dass die Physikotheologie mit der Aufklärung obsolet wurde und die Naturwissenschaften sich von der Religion emanzipiert hätten, erweist sich als unzutreffend. Vielmehr zeigt sich, dass am Beginn der Moderne ein enges Verhältnis zwischen Religion und Naturwissenschaften bestand. Die Transformationen der dominierenden "Physikotheologie" werden beleuchtet, insbesondere deren mechanistische und rationalistische Akzentuierungen, die mit der theologischen Philosophie der Leibniz-Wolffschen Schule verbunden waren. Diese Vorstellungen wurden im späteren 18. Jahrhundert durch hermetische und theosophische Modelle ergänzt, die oft als esoterisch oder pseudowissenschaftlich betrachtet wurden. Der Band macht die Praktiken der Physikotheologie sowie die theosophischen Aspekte der Aufklärung sichtbar und widerlegt die These von der Emanzipation der Naturwissenschaften von der Religion, die im Kontext der Säkularisierungstheorie steht.