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Figurationen des Bösen im barocken Trauerspiel

Eine Studie zu Andreas Gryphius und Daniel Casper von Lohenstein. Dissertationsschrift

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Die Buchreihe Frühe Neuzeit, gegründet 1987 von Jörg Jochen Berns und anderen, widmet sich der Grundlagenforschung in Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie verfolgt nicht die großräumige Überschau oder vorschnelle Synthesen, sondern konzentriert sich auf Detailarbeit und die Erkundung verschütteter Traditionen. Die Studie analysiert die dramatische Dichtung von Andreas Gryphius und Daniel Casper von Lohenstein als Ausdruck einer Ästhetik des Bösen avant la lettre und eröffnet neue Perspektiven auf das barocke Trauerspiel. Dabei wird festgestellt, dass das schlesische Trauerspiel den Teufel von der Bühne verbannt und das Böse ins Innere seiner menschlichen Protagonisten verlagert. Anhand exemplarischer Lektüren wird untersucht, wie diese Verschiebung vom malus zum malum dargestellt wird. Die Studie zeigt, dass Gryphius und Lohenstein auf komplexe Weise aus den Möglichkeiten der Dichtung und Theatertraditionen schöpfen, wobei gelegentlich eine Lust am Bösen als literarischem und theatralem Thema erkennbar ist. Die Dramen reagieren auf eine anthropologische Verschiebung innerhalb der frühneuzeitlichen Wissensordnung und antizipieren eine Internalisierung und Psychologisierung des Bösen, die bislang dem 18. Jahrhundert zugeschrieben wurde.

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Figurationen des Bösen im barocken Trauerspiel, Isabel von Holt

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Figurationen des Bösen im barocken Trauerspiel
Podtytuł
Eine Studie zu Andreas Gryphius und Daniel Casper von Lohenstein. Dissertationsschrift
Język
niemiecki
Wydawca
De Gruyter
Rok wydania
2022
Oprawa
twarda
Liczba stron
358
ISBN13
9783110725674
Seria
Tagi
Opis
Die Buchreihe Frühe Neuzeit, gegründet 1987 von Jörg Jochen Berns und anderen, widmet sich der Grundlagenforschung in Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie verfolgt nicht die großräumige Überschau oder vorschnelle Synthesen, sondern konzentriert sich auf Detailarbeit und die Erkundung verschütteter Traditionen. Die Studie analysiert die dramatische Dichtung von Andreas Gryphius und Daniel Casper von Lohenstein als Ausdruck einer Ästhetik des Bösen avant la lettre und eröffnet neue Perspektiven auf das barocke Trauerspiel. Dabei wird festgestellt, dass das schlesische Trauerspiel den Teufel von der Bühne verbannt und das Böse ins Innere seiner menschlichen Protagonisten verlagert. Anhand exemplarischer Lektüren wird untersucht, wie diese Verschiebung vom malus zum malum dargestellt wird. Die Studie zeigt, dass Gryphius und Lohenstein auf komplexe Weise aus den Möglichkeiten der Dichtung und Theatertraditionen schöpfen, wobei gelegentlich eine Lust am Bösen als literarischem und theatralem Thema erkennbar ist. Die Dramen reagieren auf eine anthropologische Verschiebung innerhalb der frühneuzeitlichen Wissensordnung und antizipieren eine Internalisierung und Psychologisierung des Bösen, die bislang dem 18. Jahrhundert zugeschrieben wurde.