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Sprechende Körper, pathogene Umwelten

Psychosomatik und Theater

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  • 480 stron
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Es gibt keine eindeutige Psychosomatik oder einen klaren Bereich medizinischer Phänomene. Psychosomatische Leiden stehen im Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Evidenz und dem Status von Krankheit und Gesundheit, der zwischen Biologie und Gesellschaft verhandelt wird. Diese Leiden, die als Ausdruck psychischer oder sozialer Probleme auftreten, zeigen sich in historisch variierenden Formen wie Melancholie, Neurose, Hysterie und heute als Erschöpfung. Psychosomatik spielt eine zentrale Rolle in der Beziehung zwischen Literatur und Medizin, da hier psychische und soziale Leiden verkörpert werden und Körper als Zeugen ihrer krankmachenden Umwelten fungieren. Diese Annahme verbindet Psychosomatik mit den darstellenden Verfahren von Literatur und Theater. Sophie Witt erzählt eine umfassende Faszinationsgeschichte, die historische und literarische Akteure, Seelen, Körper und Organe umfasst sowie die Momente des Widerstands gegen Rationalisierung. Sie beleuchtet die Wechselfälle von Somatisierungen und Symbolisierungen, Störfälle und Verdrängungen, Heilsversprechen und Wahrheitssuchen. Dabei wird untersucht, wie somatisches Leiden an der Umwelt dargestellt wird und welche Ambivalenzen in den zentralen Oppositionspaaren wie Körper und Psyche, Subjekt und Objekt, Natur und Gesellschaft, Geistes- und Naturwissenschaft, Kunst und Wissen bestehen.

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Sprechende Körper, pathogene Umwelten, Sophie Witt

Język
Rok wydania
2024
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Sprechende Körper, pathogene Umwelten
Podtytuł
Psychosomatik und Theater
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
480
ISBN13
9783035806748
Seria
Tagi
Opis
Es gibt keine eindeutige Psychosomatik oder einen klaren Bereich medizinischer Phänomene. Psychosomatische Leiden stehen im Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Evidenz und dem Status von Krankheit und Gesundheit, der zwischen Biologie und Gesellschaft verhandelt wird. Diese Leiden, die als Ausdruck psychischer oder sozialer Probleme auftreten, zeigen sich in historisch variierenden Formen wie Melancholie, Neurose, Hysterie und heute als Erschöpfung. Psychosomatik spielt eine zentrale Rolle in der Beziehung zwischen Literatur und Medizin, da hier psychische und soziale Leiden verkörpert werden und Körper als Zeugen ihrer krankmachenden Umwelten fungieren. Diese Annahme verbindet Psychosomatik mit den darstellenden Verfahren von Literatur und Theater. Sophie Witt erzählt eine umfassende Faszinationsgeschichte, die historische und literarische Akteure, Seelen, Körper und Organe umfasst sowie die Momente des Widerstands gegen Rationalisierung. Sie beleuchtet die Wechselfälle von Somatisierungen und Symbolisierungen, Störfälle und Verdrängungen, Heilsversprechen und Wahrheitssuchen. Dabei wird untersucht, wie somatisches Leiden an der Umwelt dargestellt wird und welche Ambivalenzen in den zentralen Oppositionspaaren wie Körper und Psyche, Subjekt und Objekt, Natur und Gesellschaft, Geistes- und Naturwissenschaft, Kunst und Wissen bestehen.