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Kuradministration, Luthertum und Territorium

Staats- und Kirchenbildung in Kursachsen am Ende des Reformationsjahrhunderts

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Im September 1591 starb der sächsische Kurfürst Christian I. unerwartet, was dazu führte, dass seine Söhne zu jung für eine eigenständige Regierungsübernahme waren. Dies erforderte die Organisation eines verzögerten Herrschaftsübergangs, wobei konkurrierende Fürsten zur Stabilisierung herangezogen wurden. Die sächsische Kuradministration begann turbulent, geprägt von gewalttätigen Ausschreitungen und krisenhafter Unruhe, und endete mit einer spektakulären Hinrichtung. Diese Phase war von der frühmodernen Territorialstaatsbildung und der 'konfessionalisierte' Kirchenbildung geprägt, die das Ende des langen Reformationsjahrhunderts konfliktbeladen gestalteten. Kursachsen erlebte durch gewaltsame Klärungen eine bemerkenswerte Konsolidierung. Die lutherische Konfessionskultur, adlig-landständischer Korporatismus und die Professionalisierung der Verwaltung führten dazu, dass das Territorium eine einflussreiche Position im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges einnahm. Die Studie untersucht sowohl die Ereignisse in Kursachsen als auch das Phänomen der Vormundschafts- und Kuradministrationsregierungen im 16. Jahrhundert. Der Ausfall eines Repräsentanten offenbarte die Strukturen und Praktiken frühmoderner Territorialstaatlichkeit. Es werden das Verhältnis von Fürst und Landständen sowie die Auswirkungen auf Kirchen- und Reichspolitik analysiert. Auf Basis einer umfassenden Auswertung der Sekundärliteratur werden Prolegomena zu einer Ty

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Kuradministration, Luthertum und Territorium, Sebastian Kusche

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Kuradministration, Luthertum und Territorium
Podtytuł
Staats- und Kirchenbildung in Kursachsen am Ende des Reformationsjahrhunderts
Język
niemiecki
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
Liczba stron
737
ISBN13
9783515134170
Seria
Tagi
Opis
Im September 1591 starb der sächsische Kurfürst Christian I. unerwartet, was dazu führte, dass seine Söhne zu jung für eine eigenständige Regierungsübernahme waren. Dies erforderte die Organisation eines verzögerten Herrschaftsübergangs, wobei konkurrierende Fürsten zur Stabilisierung herangezogen wurden. Die sächsische Kuradministration begann turbulent, geprägt von gewalttätigen Ausschreitungen und krisenhafter Unruhe, und endete mit einer spektakulären Hinrichtung. Diese Phase war von der frühmodernen Territorialstaatsbildung und der 'konfessionalisierte' Kirchenbildung geprägt, die das Ende des langen Reformationsjahrhunderts konfliktbeladen gestalteten. Kursachsen erlebte durch gewaltsame Klärungen eine bemerkenswerte Konsolidierung. Die lutherische Konfessionskultur, adlig-landständischer Korporatismus und die Professionalisierung der Verwaltung führten dazu, dass das Territorium eine einflussreiche Position im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges einnahm. Die Studie untersucht sowohl die Ereignisse in Kursachsen als auch das Phänomen der Vormundschafts- und Kuradministrationsregierungen im 16. Jahrhundert. Der Ausfall eines Repräsentanten offenbarte die Strukturen und Praktiken frühmoderner Territorialstaatlichkeit. Es werden das Verhältnis von Fürst und Landständen sowie die Auswirkungen auf Kirchen- und Reichspolitik analysiert. Auf Basis einer umfassenden Auswertung der Sekundärliteratur werden Prolegomena zu einer Ty