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Die Pflegerinnen der hessischen Landesheilanstalten in der Zeit des Nationalsozialismus

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Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf Frauen in der Pflege ab 1939 und untersucht ihre Beziehungen zu männlichen Kollegen sowie die spezifischen Anforderungen, die an sie gestellt wurden. Ein zentraler Aspekt ist die Rolle zeitgenössischer Gendervorstellungen bei der Verurteilung weiblicher Pflegender in Nachkriegsprozessen. Die Untersuchung präsentiert eine bisher vernachlässigte Tätergruppe und beleuchtet, wie aus unbescholtenen Bürgerinnen Mörderinnen und Komplizinnen bei Zwangssterilisationen und Morden werden konnten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie diese Verbrechen mit dem eigenen Verständnis von Weiblichkeit und Unrechtsempfinden vereinbar sind. Die Pflegerinnen sind entscheidend, da ihr Handeln direkte Konsequenzen für das Wohlergehen der Pfleglinge hatte und über Leben und Tod entschied. Darüber hinaus regt die Thematik aktuelle Debatten zu Pränataldiagnostik und Sterbehilfe an. Die Auseinandersetzung mit Zwangssterilisationen und Krankenmorden im Nationalsozialismus wirft grundlegende Fragen zu lebensunwertem Leben, dem Wert des Lebens und dem Gesundheitsbegriff auf. Der Fortschritt in der Pränataldiagnostik und die damit verbundenen ethischen Fragestellungen sowie die Debatte um Sterbehilfe sind eng mit diesen historischen Ereignissen verknüpft, wobei die euphemistische Bezeichnung der Krankenmorde als Euthanasie von vielen Pflegerinnen als Akt der Nächstenliebe betrachtet wurde.

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Die Pflegerinnen der hessischen Landesheilanstalten in der Zeit des Nationalsozialismus, Jamila Aiyana Roth

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die Pflegerinnen der hessischen Landesheilanstalten in der Zeit des Nationalsozialismus
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
Liczba stron
448
ISBN13
9783737609869
Seria
Opis
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf Frauen in der Pflege ab 1939 und untersucht ihre Beziehungen zu männlichen Kollegen sowie die spezifischen Anforderungen, die an sie gestellt wurden. Ein zentraler Aspekt ist die Rolle zeitgenössischer Gendervorstellungen bei der Verurteilung weiblicher Pflegender in Nachkriegsprozessen. Die Untersuchung präsentiert eine bisher vernachlässigte Tätergruppe und beleuchtet, wie aus unbescholtenen Bürgerinnen Mörderinnen und Komplizinnen bei Zwangssterilisationen und Morden werden konnten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie diese Verbrechen mit dem eigenen Verständnis von Weiblichkeit und Unrechtsempfinden vereinbar sind. Die Pflegerinnen sind entscheidend, da ihr Handeln direkte Konsequenzen für das Wohlergehen der Pfleglinge hatte und über Leben und Tod entschied. Darüber hinaus regt die Thematik aktuelle Debatten zu Pränataldiagnostik und Sterbehilfe an. Die Auseinandersetzung mit Zwangssterilisationen und Krankenmorden im Nationalsozialismus wirft grundlegende Fragen zu lebensunwertem Leben, dem Wert des Lebens und dem Gesundheitsbegriff auf. Der Fortschritt in der Pränataldiagnostik und die damit verbundenen ethischen Fragestellungen sowie die Debatte um Sterbehilfe sind eng mit diesen historischen Ereignissen verknüpft, wobei die euphemistische Bezeichnung der Krankenmorde als Euthanasie von vielen Pflegerinnen als Akt der Nächstenliebe betrachtet wurde.