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Der hochmütige, gestürzte und wieder erhabene Croesus

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Cr sus, ein so hochmüthiger, als reicher König in Lidien / dem Griechischen Philosopho Solon, dem er seine Schätze zeigete und seine Glückseligkeit rühmete / nicht glauben wollend / daß vor dem Tode kein Mensch sich glücklich nennen möge / muste nachmahls die Wahrheit selbigen Ausspruchs in der That erfahren / und mit seinem eigenen Beyspiel erweisen /daß wer am höchsten sitzet / am tieffesten fallen könne. Er hatte die von denen Assyriern, wider ihren Landes-Herrn Cirus, erregte Rebellion, nicht allein heimlich befördert / sondern auch öffentlich mit seinen Krieges-Schaaren gestärcket / und den dadurch beleidigten Persischen Monarchen so sehr erzürnet /daß derselbe / sich zu rächen / mit einem Krieges-Heer ihn überzog / die Lidier in der ersten Feld-Schlacht aufs Haupt erlegte / und den König selbst gefangen nahm / nachdem dessen vorhin stummer Sohn Atis, durch Krafft des natürlichen Triebes und kindlicher Liebe / in der / dem Herrn Vater obschwebenden höchsten Lebens-Gefahr / die Bande der Zungen zerrissen / mit denen Worten: Halt! erschlag den König nicht / eines feindlichen Soldaten mördlichen Hieb gehemmet / und ihn dadurch dem augenscheinlichen Tode entrissen hatte...

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Der hochmütige, gestürzte und wieder erhabene Croesus, Reinhard Keiser

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Der hochmütige, gestürzte und wieder erhabene Croesus
Język
niemiecki
Wydawca
Culturea
Rok wydania
2022
Oprawa
twarda
Liczba stron
168
ISBN13
9782385080235
Seria
Opis
Cr sus, ein so hochmüthiger, als reicher König in Lidien / dem Griechischen Philosopho Solon, dem er seine Schätze zeigete und seine Glückseligkeit rühmete / nicht glauben wollend / daß vor dem Tode kein Mensch sich glücklich nennen möge / muste nachmahls die Wahrheit selbigen Ausspruchs in der That erfahren / und mit seinem eigenen Beyspiel erweisen /daß wer am höchsten sitzet / am tieffesten fallen könne. Er hatte die von denen Assyriern, wider ihren Landes-Herrn Cirus, erregte Rebellion, nicht allein heimlich befördert / sondern auch öffentlich mit seinen Krieges-Schaaren gestärcket / und den dadurch beleidigten Persischen Monarchen so sehr erzürnet /daß derselbe / sich zu rächen / mit einem Krieges-Heer ihn überzog / die Lidier in der ersten Feld-Schlacht aufs Haupt erlegte / und den König selbst gefangen nahm / nachdem dessen vorhin stummer Sohn Atis, durch Krafft des natürlichen Triebes und kindlicher Liebe / in der / dem Herrn Vater obschwebenden höchsten Lebens-Gefahr / die Bande der Zungen zerrissen / mit denen Worten: Halt! erschlag den König nicht / eines feindlichen Soldaten mördlichen Hieb gehemmet / und ihn dadurch dem augenscheinlichen Tode entrissen hatte...