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Zwangsverwandtschaften

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Ob wir wollen oder nicht, wir sind verwandt. Aber auch wenn wir Wahlverwandtschaften suchen, bei unseren Partner*innen, im Beruf, im Kulturellen, Sexuellen und Sozialen, wirken Gesetzmässigkeiten, die sich unserem Willen nicht unterordnen werden. Verwandtschaftsgefüge, so könnte die These des Buches lauten, sind immer auch Zwangsverwandtschaften. In fünf literarisch-theoretischen Essays, die hier erstmalig zusammengefasst erscheinen, untersucht René Luckhardt die Mechanismen des Verwandtseins und des Sich-anverwandtschaftens. Wer meint, Grossmutter oder Neffe, beides bislang wenig beachtete Positionen im Familiengefüge, hätten keinen Einfluss in uns, erfährt hier, warum das nicht so ist. Aber auch ausserhalb der Familie begegnen uns familienartige Strukturen, deren Verbindlichkeiten nicht selten tiefer in uns greifen, als uns bewusst oder lieb ist. Parallelen zwischen einer prähistorischen Megalithanlage und dem World Wide Web erscheinen trotz des humorvoll-erratischen Schreibstils beängstigend und in ihren Formen grotesk. Luckhardts "Zwangsverwandtschaften" zeigen zudem, dass gendersensibles Schreiben und Denken zu neuen Möglichkeiten führen können, ein Phänomen anders zu begreifen. Besonders deutlich wird das bei der Wandlung des Neffen zur Neff*in, die dann doch etwas ganz anderes ist als die Nichte.

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Zwangsverwandtschaften, René Luckhardt

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Zwangsverwandtschaften
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
miękka
Liczba stron
88
ISBN13
9783905846621
Seria
Tagi
Opis
Ob wir wollen oder nicht, wir sind verwandt. Aber auch wenn wir Wahlverwandtschaften suchen, bei unseren Partner*innen, im Beruf, im Kulturellen, Sexuellen und Sozialen, wirken Gesetzmässigkeiten, die sich unserem Willen nicht unterordnen werden. Verwandtschaftsgefüge, so könnte die These des Buches lauten, sind immer auch Zwangsverwandtschaften. In fünf literarisch-theoretischen Essays, die hier erstmalig zusammengefasst erscheinen, untersucht René Luckhardt die Mechanismen des Verwandtseins und des Sich-anverwandtschaftens. Wer meint, Grossmutter oder Neffe, beides bislang wenig beachtete Positionen im Familiengefüge, hätten keinen Einfluss in uns, erfährt hier, warum das nicht so ist. Aber auch ausserhalb der Familie begegnen uns familienartige Strukturen, deren Verbindlichkeiten nicht selten tiefer in uns greifen, als uns bewusst oder lieb ist. Parallelen zwischen einer prähistorischen Megalithanlage und dem World Wide Web erscheinen trotz des humorvoll-erratischen Schreibstils beängstigend und in ihren Formen grotesk. Luckhardts "Zwangsverwandtschaften" zeigen zudem, dass gendersensibles Schreiben und Denken zu neuen Möglichkeiten führen können, ein Phänomen anders zu begreifen. Besonders deutlich wird das bei der Wandlung des Neffen zur Neff*in, die dann doch etwas ganz anderes ist als die Nichte.