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Religiöse Symbolwelten wollen nicht nur etwas bedeuten oder etwas bezeichnen, sondern sie erheben den Anspruch, bedeutsam zu sein, indem sie zwar der Deutung bedürfen, gleichzeitig aber als Sinnüberschuss Interesse wecken und "zu denken geben", wie Ricoeur im Anschluss an Kant sagt. Ricoeur setzt sich zur Beantwortung dieser Frage nach Bedeutsamkeit nicht nur mit hermeneutischen, sondern auch psychoanalytischen Symboltheorien auseinander und entwirft in Auseinandersetzung mit Ansätzen sprachanalytischer Philosophie eine Metapherntheorie, die analysiert, wie aus offensichtlich paradoxen Prädikationen dennoch ein neuartiger Sinn entstehen kann. Seine Erzähltheorie schließlich unterscheidet einen Ausgangskontext (Mimesis I) von der eigentlichen Textwelt (Mimesis II) und einer nach der Lektüre neu konfigurierten Welt des Lesers (Mimesis III). Sollen Symbolwelten bedeutsam sein, müssen sie wichtige Aspekte des Selbst- und Weltverhältnisses so neu bestimmen, ja konstituieren, dass sie dennoch als Artikulationen des Eigenen aufgefasst werden können. Bedeutsamkeit erweist sich somit als Konstellationseffekt. Symbolwelten sind nicht bereits für sich bedeutsam, sondern sie werden es unter bestimmten Kontextbedingungen und mit bestimmten Folgen.
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Bedeutsamkeit. Studien zu einem Grundbegriff hermeneutischer Religionsphilosophie, Jens Trusheim
- Język
- Rok wydania
- 2024
- Oprawa
- (twarda)
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- Tytuł
- Bedeutsamkeit. Studien zu einem Grundbegriff hermeneutischer Religionsphilosophie
- Podtytuł
- Band 2: Die systematische Bearbeitung von Bedeutsamkeitsdimensionen bei Paul Ricoeur
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Jens Trusheim
- Wydawca
- De Gruyter
- Rok wydania
- 2024
- Oprawa
- twarda
- Liczba stron
- 520
- ISBN13
- 9783111058245
- Seria
- Kategorie
- Tagi
- Opis
- Religiöse Symbolwelten wollen nicht nur etwas bedeuten oder etwas bezeichnen, sondern sie erheben den Anspruch, bedeutsam zu sein, indem sie zwar der Deutung bedürfen, gleichzeitig aber als Sinnüberschuss Interesse wecken und "zu denken geben", wie Ricoeur im Anschluss an Kant sagt. Ricoeur setzt sich zur Beantwortung dieser Frage nach Bedeutsamkeit nicht nur mit hermeneutischen, sondern auch psychoanalytischen Symboltheorien auseinander und entwirft in Auseinandersetzung mit Ansätzen sprachanalytischer Philosophie eine Metapherntheorie, die analysiert, wie aus offensichtlich paradoxen Prädikationen dennoch ein neuartiger Sinn entstehen kann. Seine Erzähltheorie schließlich unterscheidet einen Ausgangskontext (Mimesis I) von der eigentlichen Textwelt (Mimesis II) und einer nach der Lektüre neu konfigurierten Welt des Lesers (Mimesis III). Sollen Symbolwelten bedeutsam sein, müssen sie wichtige Aspekte des Selbst- und Weltverhältnisses so neu bestimmen, ja konstituieren, dass sie dennoch als Artikulationen des Eigenen aufgefasst werden können. Bedeutsamkeit erweist sich somit als Konstellationseffekt. Symbolwelten sind nicht bereits für sich bedeutsam, sondern sie werden es unter bestimmten Kontextbedingungen und mit bestimmten Folgen.


