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Die Erfindung des 19. Jahrhunderts

Ein wissens- und professionssoziologischer Beitrag zur Historiographie des westlichen Rechtsdenkens

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Die Rechtsepoche des 19. Jahrhunderts leidet unter einem schlechten Ruf. In der westlichen Rechtsgeschichtsschreibung behauptet sich hartnäckig die Auffassung, dass das Rechtsdenken im 19. Jahrhundert einer formalistischen Ideologie verfallen war und erst mit der Wende zum 20. Jahrhundert einen Sinn für die "soziale" Realität des Rechts entwickelt hat. Karlson Preuß führt dieses Narrativ auf geschichtspolitische Professionsstreite um 1900 zurück. Er zeichnet nach, dass juristische Reformdiskurse in Deutschland, Frankreich und den USA im frühen 20. Jahrhundert Zerrbilder der vorangegangenen Rechtsepoche in die Welt gesetzt und mit dieser Sicht einen immensen Einfluss auf die westliche Rechtshistoriographie ausgeübt haben. Dabei will er sowohl der Transnationalität des Untersuchungsgegenstandes gerecht werden und damit der Tatsache, dass ein höchst fragwürdiges Narrativ einen bedeutenden Einfluss auf die nationalen Rechtsdiskurse verschiedener Rechtsfamilien ausgeübt hat, als auch eine soziologische Erklärung für den Erfolg dieses Narratives anbieten.

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Die Erfindung des 19. Jahrhunderts, Karlson Preuß

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2024
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Tytuł
Die Erfindung des 19. Jahrhunderts
Podtytuł
Ein wissens- und professionssoziologischer Beitrag zur Historiographie des westlichen Rechtsdenkens
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
342
ISBN13
9783161632563
Seria
Opis
Die Rechtsepoche des 19. Jahrhunderts leidet unter einem schlechten Ruf. In der westlichen Rechtsgeschichtsschreibung behauptet sich hartnäckig die Auffassung, dass das Rechtsdenken im 19. Jahrhundert einer formalistischen Ideologie verfallen war und erst mit der Wende zum 20. Jahrhundert einen Sinn für die "soziale" Realität des Rechts entwickelt hat. Karlson Preuß führt dieses Narrativ auf geschichtspolitische Professionsstreite um 1900 zurück. Er zeichnet nach, dass juristische Reformdiskurse in Deutschland, Frankreich und den USA im frühen 20. Jahrhundert Zerrbilder der vorangegangenen Rechtsepoche in die Welt gesetzt und mit dieser Sicht einen immensen Einfluss auf die westliche Rechtshistoriographie ausgeübt haben. Dabei will er sowohl der Transnationalität des Untersuchungsgegenstandes gerecht werden und damit der Tatsache, dass ein höchst fragwürdiges Narrativ einen bedeutenden Einfluss auf die nationalen Rechtsdiskurse verschiedener Rechtsfamilien ausgeübt hat, als auch eine soziologische Erklärung für den Erfolg dieses Narratives anbieten.