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Dankbarkeit ist mir eine Pflicht, und ich bin verpflichtet, den Ruhm Ihrer Durchlaucht zu erheben. Ihre milde Gnade und überschwängliche Güte haben mir stets geglückt und reiche Früchte getragen. Bisher habe ich nur im Stillen und selten schriftlich darüber nachgedacht. Doch eine stille Dankbarkeit ist nicht genug; der heimliche Ruhm ist unzureichend, da Ihre Tugend und Gnade so groß und offenbar sind. Ich muss meine Dankbarkeit öffentlich bezeugen. Daher nehme ich die Feder zur Hand, um der Welt zu zeigen, dass Ihre Durchlaucht die hiesige, ankommende ägyptische Hebräerin von mir geehrt wird. Es handelt sich um die schöne Assenat, eine ägyptische Fürstin und Gemahlin des Größten unter den Hebräern. Sie hat die deutsche Sprache erlernt, um vor Ihren Ohren zu sprechen und sich gleichzeitig unter Ihren Schutz zu stellen. Als ankommende Fremde bittet sie um Ihre Obhut. Ich flehe um Ihren gütigen Blick, um sie zu beseelen. Andernfalls wäre es eine Sünde, anders zu hoffen. Ich möchte keine weiteren Worte verlieren; die Assenat soll es selbst tun. So lasse sie in Ihrer Hand sein, der nichts anderes wünscht, als zu sein und zu bleiben, solange er atmen kann.

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Assenat, Philipp von Zesen

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Assenat
Język
niemiecki
Wydawca
Culturea
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
Liczba stron
318
ISBN13
9782385080150
Seria
Kategorie
Tagi
Opis
Dankbarkeit ist mir eine Pflicht, und ich bin verpflichtet, den Ruhm Ihrer Durchlaucht zu erheben. Ihre milde Gnade und überschwängliche Güte haben mir stets geglückt und reiche Früchte getragen. Bisher habe ich nur im Stillen und selten schriftlich darüber nachgedacht. Doch eine stille Dankbarkeit ist nicht genug; der heimliche Ruhm ist unzureichend, da Ihre Tugend und Gnade so groß und offenbar sind. Ich muss meine Dankbarkeit öffentlich bezeugen. Daher nehme ich die Feder zur Hand, um der Welt zu zeigen, dass Ihre Durchlaucht die hiesige, ankommende ägyptische Hebräerin von mir geehrt wird. Es handelt sich um die schöne Assenat, eine ägyptische Fürstin und Gemahlin des Größten unter den Hebräern. Sie hat die deutsche Sprache erlernt, um vor Ihren Ohren zu sprechen und sich gleichzeitig unter Ihren Schutz zu stellen. Als ankommende Fremde bittet sie um Ihre Obhut. Ich flehe um Ihren gütigen Blick, um sie zu beseelen. Andernfalls wäre es eine Sünde, anders zu hoffen. Ich möchte keine weiteren Worte verlieren; die Assenat soll es selbst tun. So lasse sie in Ihrer Hand sein, der nichts anderes wünscht, als zu sein und zu bleiben, solange er atmen kann.