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Wonach schmeckt Herkunft?

Über (Nicht-)Wissen beim Lebensmittelkonsum und die Bedeutung der Geographien und Biographien von frischem Obst und Gemüse

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Durch die globale Organisation von Lebensmittelwarenketten haben Konsument*innen heute Zugang zu einem vielfältigen, ganzjährig verfügbaren Angebot an frischem Obst und Gemüse. Dies führt zu einer erhöhten Komplexität beim Lebensmitteleinkauf und verändert das Wissen der Konsument*innen über die Produkte, da das eigene Erfahren der Lebensmittelproduktion im Alltag nicht mehr möglich ist. Anstelle praktischen Wissens gewinnt explizites und objektiviertes Wissen über die Waren, wie z.B. in Form von Siegeln, an Bedeutung. Viele Eigenschaften der Produkte entziehen sich dem Wissen der Konsument*innen, während das Bewusstsein für soziale und ökologische Nachhaltigkeit steigt. Die Studie untersucht am Beispiel des Einkaufs von frischem Obst und Gemüse die Bedeutung der Herkunftsangabe für die Bewertung dieser Produkte und das Wissen der Konsument*innen über deren Biographien. Zudem wird die Rolle des Nichtwissens beim Lebensmittelkonsum beleuchtet. Die Erkenntnisse tragen zur bislang wenig repräsentierten Konsumgeographie im deutschsprachigen Raum bei und nutzen Konzepte aus der Wissens- und Organisationssoziologie für die wirtschaftsgeographische Forschung. Aus einer Praxisperspektive bietet die Studie Anknüpfungspunkte für nachhaltigen Konsum und Verbraucherschutz.

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Wonach schmeckt Herkunft?, Julia Fülling

Język
Rok wydania
2022
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Wonach schmeckt Herkunft?
Podtytuł
Über (Nicht-)Wissen beim Lebensmittelkonsum und die Bedeutung der Geographien und Biographien von frischem Obst und Gemüse
Język
niemiecki
Rok wydania
2022
Oprawa
miękka
Liczba stron
256
ISBN13
9783958261822
Seria
Tagi
Opis
Durch die globale Organisation von Lebensmittelwarenketten haben Konsument*innen heute Zugang zu einem vielfältigen, ganzjährig verfügbaren Angebot an frischem Obst und Gemüse. Dies führt zu einer erhöhten Komplexität beim Lebensmitteleinkauf und verändert das Wissen der Konsument*innen über die Produkte, da das eigene Erfahren der Lebensmittelproduktion im Alltag nicht mehr möglich ist. Anstelle praktischen Wissens gewinnt explizites und objektiviertes Wissen über die Waren, wie z.B. in Form von Siegeln, an Bedeutung. Viele Eigenschaften der Produkte entziehen sich dem Wissen der Konsument*innen, während das Bewusstsein für soziale und ökologische Nachhaltigkeit steigt. Die Studie untersucht am Beispiel des Einkaufs von frischem Obst und Gemüse die Bedeutung der Herkunftsangabe für die Bewertung dieser Produkte und das Wissen der Konsument*innen über deren Biographien. Zudem wird die Rolle des Nichtwissens beim Lebensmittelkonsum beleuchtet. Die Erkenntnisse tragen zur bislang wenig repräsentierten Konsumgeographie im deutschsprachigen Raum bei und nutzen Konzepte aus der Wissens- und Organisationssoziologie für die wirtschaftsgeographische Forschung. Aus einer Praxisperspektive bietet die Studie Anknüpfungspunkte für nachhaltigen Konsum und Verbraucherschutz.