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Vita sancti Wilhelmi

Der Wilhelmitenorden und die hagiographische Heldenepik

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Der Wilhelmitenorden wurde im 12. Jahrhundert von Wilhelm, einem Adligen und Einsiedler aus Südfrankreich, in Malavalle gegründet. Im Spätmittelalter erhielten die Wilhelmiten durch die Unterstützung der adligen Elite Auftrieb, was einer geschickt konstruierten genealogischen Fiktion zu verdanken ist. Im 13. Jahrhundert entstand nördlich der Alpen eine Legende, die Wilhelm von Malavalle mit Wilhelm I. ('der Heilige') und Wilhelm IX. überblendet. Diese unhistorische Identifizierung erhob den Eremiten zu einem idealisierten Bild des frommen Ritters, dem die spätmittelalterliche Adelswelt nacheifern konnte. Im 15. Jahrhundert verherrlicht Heinrich von Seclin, ein in Gent lebender Mediziner, den mythischen Ordensgründer in einem umfangreichen lateinischen Gedicht. Inspiriert von der Alexandreis des Dichters Walter von Châtillon, stellt er den Protagonisten als zweiten Alexander dar und nähert die klassische Hagiographie dem epischen Genre an, um auch einen adligen Leserkreis anzusprechen. Das Gedicht wird hier erstmals ediert und umfassend literaturgeschichtlich untersucht. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Vorwort, Einleitung, verschiedene Kapitel zur Geschichte des Ordens, der Handschrift, des Autors sowie zur poetischen Gestaltung und literarischen Einordnung.

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Vita sancti Wilhelmi, Heinrich von Seclin

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Vita sancti Wilhelmi
Podtytuł
Der Wilhelmitenorden und die hagiographische Heldenepik
Język
niemiecki
Wydawca
Hiersemann
Rok wydania
2021
Oprawa
twarda
Liczba stron
100
ISBN13
9783777221083
Seria
Opis
Der Wilhelmitenorden wurde im 12. Jahrhundert von Wilhelm, einem Adligen und Einsiedler aus Südfrankreich, in Malavalle gegründet. Im Spätmittelalter erhielten die Wilhelmiten durch die Unterstützung der adligen Elite Auftrieb, was einer geschickt konstruierten genealogischen Fiktion zu verdanken ist. Im 13. Jahrhundert entstand nördlich der Alpen eine Legende, die Wilhelm von Malavalle mit Wilhelm I. ('der Heilige') und Wilhelm IX. überblendet. Diese unhistorische Identifizierung erhob den Eremiten zu einem idealisierten Bild des frommen Ritters, dem die spätmittelalterliche Adelswelt nacheifern konnte. Im 15. Jahrhundert verherrlicht Heinrich von Seclin, ein in Gent lebender Mediziner, den mythischen Ordensgründer in einem umfangreichen lateinischen Gedicht. Inspiriert von der Alexandreis des Dichters Walter von Châtillon, stellt er den Protagonisten als zweiten Alexander dar und nähert die klassische Hagiographie dem epischen Genre an, um auch einen adligen Leserkreis anzusprechen. Das Gedicht wird hier erstmals ediert und umfassend literaturgeschichtlich untersucht. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Vorwort, Einleitung, verschiedene Kapitel zur Geschichte des Ordens, der Handschrift, des Autors sowie zur poetischen Gestaltung und literarischen Einordnung.