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Fortschreiten und Festhalten

Zeitkapseln und Geschichtsphilosophie in der Hochmoderne

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  • 336 stron
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Warum packten Menschen seit Ende des 19. Jahrhunderts Dinge in Zeitkapseln? Warum verstauten sie Briefe, Fotos, Bücher und vieles mehr in hermetisch verschlossenen Behältern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in ferner Zukunft wieder geöffnet werden sollten? Die Antwort dieses Buches lautet: Weil sie auf eine bestimmte Weise über Geschichte nachdachten. Anna Sophia Nübling zeigt in dieser ersten deutschsprachigen historischen Analyse des Phänomens von seinem Aufkommen im späten 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre, wie mit Zeitkapseln geschichtsphilosophische Fragen nach dem Ziel, dem Sinn und möglichen Entwicklungsgesetzen der Geschichte verhandelt wurden. Anhand von Beispielen aus den USA und anderen Weltregionen wird herausgearbeitet, dass sich in Zeitkapseln in paradoxer Weise ein fester Fortschrittsglaube mit einem dringenden Bewahrungsbedürfnis verband. In der Auseinandersetzung mit dieser materiellen Manifestation eines hochmodernen Geschichtsdenkens wird deutlich, wie sehr dieses Denken zugleich von positivistischen Entwicklungsmodellen und Untergangsängsten geprägt war - ein Spannungsverhältnis, das angesichts aktueller Zukunftsfragen nach wie vor relevant ist.

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Fortschreiten und Festhalten, Anna Sophia Nübling

Język
Rok wydania
2024
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Fortschreiten und Festhalten
Podtytuł
Zeitkapseln und Geschichtsphilosophie in der Hochmoderne
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
336
ISBN13
9783865995865
Seria
Opis
Warum packten Menschen seit Ende des 19. Jahrhunderts Dinge in Zeitkapseln? Warum verstauten sie Briefe, Fotos, Bücher und vieles mehr in hermetisch verschlossenen Behältern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in ferner Zukunft wieder geöffnet werden sollten? Die Antwort dieses Buches lautet: Weil sie auf eine bestimmte Weise über Geschichte nachdachten. Anna Sophia Nübling zeigt in dieser ersten deutschsprachigen historischen Analyse des Phänomens von seinem Aufkommen im späten 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre, wie mit Zeitkapseln geschichtsphilosophische Fragen nach dem Ziel, dem Sinn und möglichen Entwicklungsgesetzen der Geschichte verhandelt wurden. Anhand von Beispielen aus den USA und anderen Weltregionen wird herausgearbeitet, dass sich in Zeitkapseln in paradoxer Weise ein fester Fortschrittsglaube mit einem dringenden Bewahrungsbedürfnis verband. In der Auseinandersetzung mit dieser materiellen Manifestation eines hochmodernen Geschichtsdenkens wird deutlich, wie sehr dieses Denken zugleich von positivistischen Entwicklungsmodellen und Untergangsängsten geprägt war - ein Spannungsverhältnis, das angesichts aktueller Zukunftsfragen nach wie vor relevant ist.