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Das Karnevaleske und die Maskerade im literarischen Topos Gasthaus

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Das Gasthaus ist ein Ort, der den Alltag ausschaltet und einen eigenen Rhythmus vorgibt. Es akzeptiert gesellschaftliche Normen nur bedingt, spiegelt sie jedoch auch und kreiert neue Werte. Hier herrscht Verkehrung und Maskerade, und der ständige Wechsel zwischen Innen und Außen schafft eine Atmosphäre von Gefährdung und Behaglichkeit. Als literarischer Topos ist das Gasthaus in verschiedenen Epochen besonders, da es sowohl Interaktionsraum als auch Erzähl- und Kommunikationsort ist. Fremdes trifft auf Vertrautes, und das narrative Spiel wird von Sonderbarem, Prekärem sowie Ursprünglichem und Widersinnigem beherrscht. Die Sprache an diesem Ort ist ein Potpourri aus List, Gerücht, Verrat, Lüge, Versteckspiel, Anekdote und Mystifikation. In Werken wie Lessings Minna von Barnhelm, Schillers Die Räuber und Goethes Die neue Melusine zeigen sich neue Aspekte des Gasthauses. Hier verschmelzen Unvereinbares, und Unheimliches sowie Anarchisches finden Platz. Polyphonie und Multiperspektivität bereichern das Geschehen. Um 1900 dominieren Entgrenzung, Destabilisierung und Voyeurismus diesen besonderen Ort.

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Das Karnevaleske und die Maskerade im literarischen Topos Gasthaus, Daniela Jennewein

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Rok wydania
2024
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das Karnevaleske und die Maskerade im literarischen Topos Gasthaus
Język
niemiecki
Rok wydania
2024
Oprawa
miękka
Liczba stron
368
ISBN13
9783826088216
Seria
Tagi
Opis
Das Gasthaus ist ein Ort, der den Alltag ausschaltet und einen eigenen Rhythmus vorgibt. Es akzeptiert gesellschaftliche Normen nur bedingt, spiegelt sie jedoch auch und kreiert neue Werte. Hier herrscht Verkehrung und Maskerade, und der ständige Wechsel zwischen Innen und Außen schafft eine Atmosphäre von Gefährdung und Behaglichkeit. Als literarischer Topos ist das Gasthaus in verschiedenen Epochen besonders, da es sowohl Interaktionsraum als auch Erzähl- und Kommunikationsort ist. Fremdes trifft auf Vertrautes, und das narrative Spiel wird von Sonderbarem, Prekärem sowie Ursprünglichem und Widersinnigem beherrscht. Die Sprache an diesem Ort ist ein Potpourri aus List, Gerücht, Verrat, Lüge, Versteckspiel, Anekdote und Mystifikation. In Werken wie Lessings Minna von Barnhelm, Schillers Die Räuber und Goethes Die neue Melusine zeigen sich neue Aspekte des Gasthauses. Hier verschmelzen Unvereinbares, und Unheimliches sowie Anarchisches finden Platz. Polyphonie und Multiperspektivität bereichern das Geschehen. Um 1900 dominieren Entgrenzung, Destabilisierung und Voyeurismus diesen besonderen Ort.