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Angst, Lust, Zerstörung

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Sadismus ist nicht nur das Problem einer kleinen Gruppe von „Perversen“ und „Kranken“, sondern eine versteckte Tendenz in der Gesellschaft. Diese Empfänglichkeit zeigt sich in der Verbreitung sadistischer Themen in Pornographie, Unterhaltung, Film und Literatur. Je deutlicher Kategorien wie Herrschaft und Unterwerfung, Allmacht und Ohnmacht auftreten, desto offener wird Sadismus sichtbar, insbesondere in Kriegen und totalitären Systemen, wo Folter praktiziert wird. Im Vergleich dazu ist sexueller Sadismus als Abweichung seltener und oft harmloser. Bei sexuellen Tötungen jedoch reagiert die Gesellschaft heftig und emotional. Das Buch untersucht anhand von Fallstudien bekannter „Lustmörder“ die psychodynamische Entwicklung und strebt ein psychologisches Verständnis dieser Phänomene an. Die als „Unmenschen“ und „Bestien“ bezeichneten Täter erscheinen als Menschen, die in Entwicklungsprozessen gescheitert sind, die wir alle durchlaufen. Der Begriff „Lustmord“ ist irreführend, da es nicht um die Steigerung von Lust geht. Vielmehr sind solche Taten das Ergebnis eines langen, verzweifelten Kampfes gegen eine archaische neurotisch-destruktive Dynamik und signalisieren den Zusammenbruch der psychischen Struktur.

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Angst, Lust, Zerstörung, Eberhard Schorsch

Język
Rok wydania
1977
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Angst, Lust, Zerstörung
Język
niemiecki
Wydawca
Rowohlt
Rok wydania
1977
Oprawa
twarda
ISBN10
3498061194
ISBN13
9783498061197
Seria
Ocena
3 z 5
Opis
Sadismus ist nicht nur das Problem einer kleinen Gruppe von „Perversen“ und „Kranken“, sondern eine versteckte Tendenz in der Gesellschaft. Diese Empfänglichkeit zeigt sich in der Verbreitung sadistischer Themen in Pornographie, Unterhaltung, Film und Literatur. Je deutlicher Kategorien wie Herrschaft und Unterwerfung, Allmacht und Ohnmacht auftreten, desto offener wird Sadismus sichtbar, insbesondere in Kriegen und totalitären Systemen, wo Folter praktiziert wird. Im Vergleich dazu ist sexueller Sadismus als Abweichung seltener und oft harmloser. Bei sexuellen Tötungen jedoch reagiert die Gesellschaft heftig und emotional. Das Buch untersucht anhand von Fallstudien bekannter „Lustmörder“ die psychodynamische Entwicklung und strebt ein psychologisches Verständnis dieser Phänomene an. Die als „Unmenschen“ und „Bestien“ bezeichneten Täter erscheinen als Menschen, die in Entwicklungsprozessen gescheitert sind, die wir alle durchlaufen. Der Begriff „Lustmord“ ist irreführend, da es nicht um die Steigerung von Lust geht. Vielmehr sind solche Taten das Ergebnis eines langen, verzweifelten Kampfes gegen eine archaische neurotisch-destruktive Dynamik und signalisieren den Zusammenbruch der psychischen Struktur.