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Gastspiel für Mickey Mouse

Georgische Poesie. Eine Anthologie

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  • 120 stron
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Der Eiserne Vorhang hatte Löcher: In sowjetischem Georgien drangen Lieder von Bands wie den Stones und den Sex Pistols sowie Bilder von Wolkenkratzern und Marilyn Monroe in das Leben der Menschen. Die offizielle Kulturpolitik versuchte, den dekadenten Westen fernzuhalten, erlaubte jedoch in homöopathischen Dosen westlichen Glamour, um eine Weltläufigkeit zu simulieren. Dieses dialektische Kulturdiaphragma beeinflusste die junge, widerspenstige Literatur: Pop wurde aus ästhetischen und eskapistischen Gründen akzeptiert, gleichzeitig aber als Beruhigungspille und falsches Versprechen einer vereinnahmenden Macht betrachtet. Dennoch steht Pop bis heute – wenn junge Menschen in Tbilisi mit Europafahnen demonstrieren – für ein Gegenmodell zum sowjetisch-russischen Zwangssystem, das sich von der Utopie und dem Versprechen einer besseren materiellen Zukunft gelöst hat und nur noch von einer chauvinistischen nationalen Erzählung lebt. Die in Deutschland lebende georgische Lyrikerin Bela Chekurishvili hat 44 Gedichte zeitgenössischer Dichterinnen und Dichter verschiedener Generationen ausgewählt, die dieses Spannungsfeld west-östlicher Begegnung vor dem Hintergrund des gewalttätigen 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts kritisch reflektieren.

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Gastspiel für Mickey Mouse, Bela Chekurishvili, Mario Pschera

Język
Rok wydania
2025
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Gastspiel für Mickey Mouse
Podtytuł
Georgische Poesie. Eine Anthologie
Język
niemiecki
Rok wydania
2025
Oprawa
twarda
Liczba stron
120
ISBN10
3910948081
ISBN13
9783910948082
Seria
Kategorie
Opis
Der Eiserne Vorhang hatte Löcher: In sowjetischem Georgien drangen Lieder von Bands wie den Stones und den Sex Pistols sowie Bilder von Wolkenkratzern und Marilyn Monroe in das Leben der Menschen. Die offizielle Kulturpolitik versuchte, den dekadenten Westen fernzuhalten, erlaubte jedoch in homöopathischen Dosen westlichen Glamour, um eine Weltläufigkeit zu simulieren. Dieses dialektische Kulturdiaphragma beeinflusste die junge, widerspenstige Literatur: Pop wurde aus ästhetischen und eskapistischen Gründen akzeptiert, gleichzeitig aber als Beruhigungspille und falsches Versprechen einer vereinnahmenden Macht betrachtet. Dennoch steht Pop bis heute – wenn junge Menschen in Tbilisi mit Europafahnen demonstrieren – für ein Gegenmodell zum sowjetisch-russischen Zwangssystem, das sich von der Utopie und dem Versprechen einer besseren materiellen Zukunft gelöst hat und nur noch von einer chauvinistischen nationalen Erzählung lebt. Die in Deutschland lebende georgische Lyrikerin Bela Chekurishvili hat 44 Gedichte zeitgenössischer Dichterinnen und Dichter verschiedener Generationen ausgewählt, die dieses Spannungsfeld west-östlicher Begegnung vor dem Hintergrund des gewalttätigen 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts kritisch reflektieren.