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Die Geschichte vom nichtausgelöschten Mond

Erzählungen 1915 - 1926

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  • 287 stron
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Wie nur wenigen gelingt es Boris Pilnjak, die kurz zurückliegenden gewaltigen Erschütterungen, den Krieg, das Revolutionsjahr 1917, den Bürgerkrieg und die radikalen Umgestaltungsversuche des neuen Regimes in seiner Literatur aufzugreifen, ohne die Kraßheit des Geschehens, das Unmittelbare der Augenzeugenschaft dabei verlorengehen zu lassen. Er entwickelte eine eigenwillige Prosaform, in der Variation und Wiederholung, lyrisch-impressionistische Naturschilderung, Reportage, kommentierendes Erzählen und die Verwendung von "Originalton" (Mundarten, Briefe, Erlässe, Chroniken) eine unverwechselbare Verbindung eingehen.In Pilnjaks Prosa wird das, was wir gedankenlos "Geschichte" nennen, zu Literatur – ohne Pose, ohne Besserwissen, Faktenhuberei und zwanghaftes Rechtfertigen einer Seite. Er läßt sich rückhaltlos auf das Gegenwärtige (oder Jüngstvergangene) ein und stellt es zugleich in die größeren Zusammenhänge von Historie und Mythologie. In die absurde Trauer über den Untergang des Alten, von dem man genau weiß, wie schlecht es war, mischt sich der fundamentale Zweifel am Neuen, das in der allgemeinen Verheerung noch keine Gestalt angenommen hat und von dem man nicht wissen kann, ob es je eine annehmen wird, ob dieses schlechte Neue vielleicht nur eine Verkleidung des schlechten Alten sein wird.

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Die Geschichte vom nichtausgelöschten Mond, Boris A. Pilʹnjak, Barbara Conrad

Język
Rok wydania
1989
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die Geschichte vom nichtausgelöschten Mond
Podtytuł
Erzählungen 1915 - 1926
Język
niemiecki
Wydawca
S. Fischer
Rok wydania
1989
Oprawa
twarda
Liczba stron
287
ISBN10
3100612086
ISBN13
9783100612083
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
Wie nur wenigen gelingt es Boris Pilnjak, die kurz zurückliegenden gewaltigen Erschütterungen, den Krieg, das Revolutionsjahr 1917, den Bürgerkrieg und die radikalen Umgestaltungsversuche des neuen Regimes in seiner Literatur aufzugreifen, ohne die Kraßheit des Geschehens, das Unmittelbare der Augenzeugenschaft dabei verlorengehen zu lassen. Er entwickelte eine eigenwillige Prosaform, in der Variation und Wiederholung, lyrisch-impressionistische Naturschilderung, Reportage, kommentierendes Erzählen und die Verwendung von "Originalton" (Mundarten, Briefe, Erlässe, Chroniken) eine unverwechselbare Verbindung eingehen.In Pilnjaks Prosa wird das, was wir gedankenlos "Geschichte" nennen, zu Literatur – ohne Pose, ohne Besserwissen, Faktenhuberei und zwanghaftes Rechtfertigen einer Seite. Er läßt sich rückhaltlos auf das Gegenwärtige (oder Jüngstvergangene) ein und stellt es zugleich in die größeren Zusammenhänge von Historie und Mythologie. In die absurde Trauer über den Untergang des Alten, von dem man genau weiß, wie schlecht es war, mischt sich der fundamentale Zweifel am Neuen, das in der allgemeinen Verheerung noch keine Gestalt angenommen hat und von dem man nicht wissen kann, ob es je eine annehmen wird, ob dieses schlechte Neue vielleicht nur eine Verkleidung des schlechten Alten sein wird.