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Mode unter dem Kreuz

Kleiderkommunikation im christklichen Kult

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Auf Heiligendarstellungen des Mittelalters sticht spätestens ab der Mitte des 15. Jahrhunderts das äußere Erscheinungsbild einiger Heiliger durch einen hochmodischen Auftritt hervor. Nie zuvor wurden die heilige Maria Magdalena oder Josef von Arimathia unter dem Kreuz so extravagant modisch ins Zentrum des dramatischen Mitleidens gerückt wie etwa auf dem Bild des burgundischen Meisters Rogier van der Weyden. Sie scheinen in ihrer Trauer dem Betrachter und dem Auftraggeber näher zu sein als etwa Maria, Johannes oder gar Christus, eben weil sie im Gewand der Zeitmode auftraten. Immer schon war Kleidung auch ein Teil unserer Kommunikation. Sie besteht aus Zeichen, Dresscodes, die eine Zuordnung zu Stand, Beruf und Geschlecht ermöglichen. Kleiderordnungen regelten streng, was von wem getragen werden durfte und was verboten war. Im Mittelalter war das ein wichtiges gesellschaftliches Werkzeug, mit dem sich der Adel von seinen Untertanen abhob.

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Mode unter dem Kreuz, Silke Geppert

Język
Rok wydania
2013
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Mode unter dem Kreuz
Podtytuł
Kleiderkommunikation im christklichen Kult
Język
niemiecki
Rok wydania
2013
Oprawa
twarda
Liczba stron
157
ISBN10
3702506802
ISBN13
9783702506803
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
Auf Heiligendarstellungen des Mittelalters sticht spätestens ab der Mitte des 15. Jahrhunderts das äußere Erscheinungsbild einiger Heiliger durch einen hochmodischen Auftritt hervor. Nie zuvor wurden die heilige Maria Magdalena oder Josef von Arimathia unter dem Kreuz so extravagant modisch ins Zentrum des dramatischen Mitleidens gerückt wie etwa auf dem Bild des burgundischen Meisters Rogier van der Weyden. Sie scheinen in ihrer Trauer dem Betrachter und dem Auftraggeber näher zu sein als etwa Maria, Johannes oder gar Christus, eben weil sie im Gewand der Zeitmode auftraten. Immer schon war Kleidung auch ein Teil unserer Kommunikation. Sie besteht aus Zeichen, Dresscodes, die eine Zuordnung zu Stand, Beruf und Geschlecht ermöglichen. Kleiderordnungen regelten streng, was von wem getragen werden durfte und was verboten war. Im Mittelalter war das ein wichtiges gesellschaftliches Werkzeug, mit dem sich der Adel von seinen Untertanen abhob.