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Das Abendland – Neue Folge - 28: Die schöne Décadence

Geschichte eines literarischen Paradoxons

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  • 422 strony
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Trotz zahlreicher Untersuchungen des Komplexes aus L'art pour l'art, Décadence und Ästhetizismus fehlt eine umfassende Analyse, die zeitgenössische französische Quellen einbezieht und die Begriffe sowie deren gesellschaftlichen Kontext paradigmatisch aufbereitet. Der Autor, ein erfahrener Wissenschaftler und Professor, beleuchtet die Paradoxie dieses Phänomens in seiner historischen Entfaltung. Im 19. Jahrhundert wurden zuvor als negativ betrachtete Verfallsepochen, insbesondere die römische, als Quelle absoluter Schönheit entdeckt. Historische und ästhetische Topoi erlebten grundlegende Bedeutungswandel; Flaubert pries Nero als größten Dichter, während Heine und Mallarmé die „Teufelin“ Herodias-Salome verherrlichten. Gefährliche und hässliche Aspekte der Natur, wie Sümpfe, inspirierten Poeten zur Entwicklung einer Ästhetik des Verfalls, die Schönheit und Morbidität vereinte. Das Treibhaus wurde zur Metapher für diese hybride Natur. Die „belles fièvres“ Venedigs führten zu körperlicher und seelischer Verwirrung bei D'Annunzio und Thomas Mann. Doch die anfängliche Verklärung des Verfalls wurde bald ironisch und parodistisch behandelt. Die décadence geriet in die Nähe der als negativ betrachteten dégénérescence. Während um 1880 décadence zu einem Modewort wurde, wandten sich wichtige Autoren von dieser Tendenz ab und kehrten zu traditionellen Werten zurück. Die endgültige Verdammung der décadence kam durch Leo Tolstoi.

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Das Abendland – Neue Folge - 28: Die schöne Décadence, Roger Bauer

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Rok wydania
2000
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das Abendland – Neue Folge - 28: Die schöne Décadence
Podtytuł
Geschichte eines literarischen Paradoxons
Język
niemiecki
Rok wydania
2000
Oprawa
twarda
Liczba stron
422
ISBN10
3465030613
ISBN13
9783465030614
Seria
Opis
Trotz zahlreicher Untersuchungen des Komplexes aus L'art pour l'art, Décadence und Ästhetizismus fehlt eine umfassende Analyse, die zeitgenössische französische Quellen einbezieht und die Begriffe sowie deren gesellschaftlichen Kontext paradigmatisch aufbereitet. Der Autor, ein erfahrener Wissenschaftler und Professor, beleuchtet die Paradoxie dieses Phänomens in seiner historischen Entfaltung. Im 19. Jahrhundert wurden zuvor als negativ betrachtete Verfallsepochen, insbesondere die römische, als Quelle absoluter Schönheit entdeckt. Historische und ästhetische Topoi erlebten grundlegende Bedeutungswandel; Flaubert pries Nero als größten Dichter, während Heine und Mallarmé die „Teufelin“ Herodias-Salome verherrlichten. Gefährliche und hässliche Aspekte der Natur, wie Sümpfe, inspirierten Poeten zur Entwicklung einer Ästhetik des Verfalls, die Schönheit und Morbidität vereinte. Das Treibhaus wurde zur Metapher für diese hybride Natur. Die „belles fièvres“ Venedigs führten zu körperlicher und seelischer Verwirrung bei D'Annunzio und Thomas Mann. Doch die anfängliche Verklärung des Verfalls wurde bald ironisch und parodistisch behandelt. Die décadence geriet in die Nähe der als negativ betrachteten dégénérescence. Während um 1880 décadence zu einem Modewort wurde, wandten sich wichtige Autoren von dieser Tendenz ab und kehrten zu traditionellen Werten zurück. Die endgültige Verdammung der décadence kam durch Leo Tolstoi.