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An den Wassern Babylons saßen wir

Figurationen der Sehnsucht in der Malerei der Romantik, Ferdinand Olivier und Eduard Bendemann

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Um 1830 entdeckten fast zeitgleich zwei Maler das Thema der trauernden Juden im babylonischen Exil. Ferdinand Olivier wählte eine klassische Ideallandschaft, in die er das Bildpersonal staffageartig integrierte. Eduard Bendemann schuf hingegen eine figürliche Allegorie und stellte die trauernden Menschen in den Vordergrund seines elegischen Stimmungsbildes. Beide Gemälde zeigen sich dabei als Folie für ganz verschiedene Sehnsüchte: Die Darstellung von Psalm 137 („An den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten“) ruft zum einen die politisch brisante Frage der jüdischen Emanzipation auf, veranschaulicht jedoch zugleich die Sehnsucht des deutschen Bürgertums nach nationaler Einheit. In der Tradition nazarenischer Kunst verbirgt sich hinter dem ersehnten Jerusalem jedoch auch das himmlische Jerusalem und damit ein christlich-heilsgeschichtlicher Aspekt. Die Ausstellung ist ein wissenschaftliches Experiment, das den Wandel im Bildverständnis des 19. Jahrhunderts anhand einer konkreten ikonographischen Innovation aufzeigt.

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An den Wassern Babylons saßen wir, Alexander Bastek, Michael Thimann

Język
Rok wydania
2009
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
An den Wassern Babylons saßen wir
Podtytuł
Figurationen der Sehnsucht in der Malerei der Romantik, Ferdinand Olivier und Eduard Bendemann
Język
niemiecki
Wydawca
Imhof
Rok wydania
2009
Oprawa
miękka
Liczba stron
173
ISBN10
3865685145
ISBN13
9783865685148
Seria
Opis
Um 1830 entdeckten fast zeitgleich zwei Maler das Thema der trauernden Juden im babylonischen Exil. Ferdinand Olivier wählte eine klassische Ideallandschaft, in die er das Bildpersonal staffageartig integrierte. Eduard Bendemann schuf hingegen eine figürliche Allegorie und stellte die trauernden Menschen in den Vordergrund seines elegischen Stimmungsbildes. Beide Gemälde zeigen sich dabei als Folie für ganz verschiedene Sehnsüchte: Die Darstellung von Psalm 137 („An den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten“) ruft zum einen die politisch brisante Frage der jüdischen Emanzipation auf, veranschaulicht jedoch zugleich die Sehnsucht des deutschen Bürgertums nach nationaler Einheit. In der Tradition nazarenischer Kunst verbirgt sich hinter dem ersehnten Jerusalem jedoch auch das himmlische Jerusalem und damit ein christlich-heilsgeschichtlicher Aspekt. Die Ausstellung ist ein wissenschaftliches Experiment, das den Wandel im Bildverständnis des 19. Jahrhunderts anhand einer konkreten ikonographischen Innovation aufzeigt.