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Militanz und Antimilitanz im Koran

Historisch-kritische Untersuchungen zur Korangenese und zu den Ursprüngen des militanten Islam

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  • 226 stron
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Pohlmann kommt zu dem Ergebnis, dass die Textbereiche und Textfolgen zum Themenkomplex Militanz und Antimilitanz im Koran eine Konfliktkonstellation innerhalb der koranischen Gemeinde nach dem Tod des Gesandten widerspiegeln. Die Militanz propagierenden Passagen im Koran sind späte Interpolationen und kollidieren als ein Fremdkörper mit der Grundkonzeption koranischer Frömmigkeit. Ihre Autoren haben bereits die kriegerischen Entwicklungen auf der arabischen Halbinsel nach dem Rückzug der byzantinischen Ordnungsmacht im Blick. Ihre Textprodukte zielen letztlich darauf ab, den koranischen Glauben samt der entsprechenden friedfertigen Frömmigkeitspraxis zu einer Herrschaft stabilisierenden sowie Macht und Gewalt legitimierenden Religion, zur Religion eines zu organisierenden Imperiums umzugestalten. Bekanntlich wird der gesamte Inhalt des Korans muslimischerseits bislang ausnahmslos von Mohammed hergeleitet. Dass dies keinesfalls stimmen muss, legt Pohlmann in dieser Untersuchung dar. Pohlmann wendet wie bereits in seinem früheren Band über Die Entstehung des Korans konsequent den Methodenapparat historisch-kritischer Textanalysen an, wie das in der heutigen Bibelwissenschaft Standard ist, in den sogenannten westlichen akademischen Koranwissenschaften dagegen noch eher eine Seltenheit.

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Militanz und Antimilitanz im Koran, Karl-Friedrich Pohlmann

Język
Rok wydania
2018
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Militanz und Antimilitanz im Koran
Podtytuł
Historisch-kritische Untersuchungen zur Korangenese und zu den Ursprüngen des militanten Islam
Język
niemiecki
Rok wydania
2018
Oprawa
twarda
Liczba stron
226
ISBN10
3402133822
ISBN13
9783402133828
Seria
Opis
Pohlmann kommt zu dem Ergebnis, dass die Textbereiche und Textfolgen zum Themenkomplex Militanz und Antimilitanz im Koran eine Konfliktkonstellation innerhalb der koranischen Gemeinde nach dem Tod des Gesandten widerspiegeln. Die Militanz propagierenden Passagen im Koran sind späte Interpolationen und kollidieren als ein Fremdkörper mit der Grundkonzeption koranischer Frömmigkeit. Ihre Autoren haben bereits die kriegerischen Entwicklungen auf der arabischen Halbinsel nach dem Rückzug der byzantinischen Ordnungsmacht im Blick. Ihre Textprodukte zielen letztlich darauf ab, den koranischen Glauben samt der entsprechenden friedfertigen Frömmigkeitspraxis zu einer Herrschaft stabilisierenden sowie Macht und Gewalt legitimierenden Religion, zur Religion eines zu organisierenden Imperiums umzugestalten. Bekanntlich wird der gesamte Inhalt des Korans muslimischerseits bislang ausnahmslos von Mohammed hergeleitet. Dass dies keinesfalls stimmen muss, legt Pohlmann in dieser Untersuchung dar. Pohlmann wendet wie bereits in seinem früheren Band über Die Entstehung des Korans konsequent den Methodenapparat historisch-kritischer Textanalysen an, wie das in der heutigen Bibelwissenschaft Standard ist, in den sogenannten westlichen akademischen Koranwissenschaften dagegen noch eher eine Seltenheit.