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Das blinde Auge des Staates

Die Heimkampagne von 1969 und die Forderungen der ehemaligen Heimkinder

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  • 164 strony
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Die restaurative Politik der frühen Bundesrepublik führte zur Erhaltung nationalsozialistischen Geistes durch personelle Kontinuität in wichtigen politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Besonders in der Fürsorgeerziehung wurde dies deutlich, wo Erzieher, oft ohne pädagogische Kenntnisse und teilweise bereits von den Nationalsozialisten eingesetzt, brutale Erziehungsmethoden anwandten. Neuere Forschungen in Geschichts- und Politikwissenschaft zeigen niederschmetternde Ergebnisse zum Umgang mit Entnazifizierung in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik. Vor diesem Hintergrund und angesichts neuer Erkenntnisse zur Situation in Heimen der 50er, 60er und 70er Jahre erfolgt in dieser Untersuchung eine historische Einordnung der Heimkampagne von 1969. Zudem werden die aktuellen Reaktionen von Trägern der Heime und staatlichen Organen auf die Vorwürfe ehemaliger Heimkinder betrachtet und reflektiert. Dabei fließen Überlegungen aus dem rechtsphilosophischen Essay „Vergangenheitsschuld“ von Bernhard Schlink sowie Ansätze zum Umgang mit Vergangenheitsschuld in der Kinder- und Jugendhilfe von Manfred Kappeler ein. Diese Untersuchung trägt zur Diskussion bei, warum Erinnern und gegebenenfalls Wiedergutmachen für das Funktionieren einer Gesellschaft notwendig sind.

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Das blinde Auge des Staates, Marita Schölzel-Klamp, Thomas Köhler-Saretzki

Język
Rok wydania
2010
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das blinde Auge des Staates
Podtytuł
Die Heimkampagne von 1969 und die Forderungen der ehemaligen Heimkinder
Język
niemiecki
Wydawca
Klinkhardt
Rok wydania
2010
Oprawa
miękka
Liczba stron
164
ISBN10
3781517101
ISBN13
9783781517103
Seria
Opis
Die restaurative Politik der frühen Bundesrepublik führte zur Erhaltung nationalsozialistischen Geistes durch personelle Kontinuität in wichtigen politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Besonders in der Fürsorgeerziehung wurde dies deutlich, wo Erzieher, oft ohne pädagogische Kenntnisse und teilweise bereits von den Nationalsozialisten eingesetzt, brutale Erziehungsmethoden anwandten. Neuere Forschungen in Geschichts- und Politikwissenschaft zeigen niederschmetternde Ergebnisse zum Umgang mit Entnazifizierung in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik. Vor diesem Hintergrund und angesichts neuer Erkenntnisse zur Situation in Heimen der 50er, 60er und 70er Jahre erfolgt in dieser Untersuchung eine historische Einordnung der Heimkampagne von 1969. Zudem werden die aktuellen Reaktionen von Trägern der Heime und staatlichen Organen auf die Vorwürfe ehemaliger Heimkinder betrachtet und reflektiert. Dabei fließen Überlegungen aus dem rechtsphilosophischen Essay „Vergangenheitsschuld“ von Bernhard Schlink sowie Ansätze zum Umgang mit Vergangenheitsschuld in der Kinder- und Jugendhilfe von Manfred Kappeler ein. Diese Untersuchung trägt zur Diskussion bei, warum Erinnern und gegebenenfalls Wiedergutmachen für das Funktionieren einer Gesellschaft notwendig sind.