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Gandhi und der Begriff des Politischen

Staat, Religion und Gewalt

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  • 309 stron
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In Conrads Rekonstruktion wird Gandhis Theorie des Politischen als die fortschrittlichste Position dargestellt, die weit über westliche Theoretiker wie Max Weber und Carl Schmitt hinausgeht. Der 2001 verstorbene Rechtswissenschaftler und Südasienspezialist Dieter Conrad, der am Heidelberger Südasieninstitut indisches Recht lehrte, entdeckt Gandhi als politischen Theoretiker und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der europäischen Tradition heraus. Conrad destilliert Gandhis politische Theorie aus zahlreichen Äußerungen und präsentiert sie in einer systematischen und kohärenten Form, die auf Augenhöhe mit westlichen Theorien zu Staat, Gewalt, Politik und Religion steht. Dies führt zu einer neuen Sicht auf die westliche Tradition und bietet tiefgehende Einblicke sowohl in die indische als auch in die westliche Denktradition. Conrads Darstellung von Gandhis Denken steht im Gegensatz zu Edward Saids Konzept des 'Orientalismus', da der Osten hier nicht als kulturell Anderer, sondern als Partner eines universellen Diskurses wahrgenommen wird. Das Buch thematisiert die Neubestimmung des Verhältnisses von Politik und Religion und bietet eine Redefinition des Politischen, das nicht nur auf Staat und Gewalt reduziert wird, sondern aus Gemeinschaft und Repräsentation hervorgeht. Politisches Handeln wird als Eintreten für Andere verstanden, wodurch der politische Verband entsteht, aus dem der Staat hervorgeht. In einer Zeit, die

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Gandhi und der Begriff des Politischen, Dieter Conrad

Język
Rok wydania
2006
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Gandhi und der Begriff des Politischen
Podtytuł
Staat, Religion und Gewalt
Język
niemiecki
Rok wydania
2006
Oprawa
miękka
Liczba stron
309
ISBN10
3770543122
ISBN13
9783770543120
Seria
Opis
In Conrads Rekonstruktion wird Gandhis Theorie des Politischen als die fortschrittlichste Position dargestellt, die weit über westliche Theoretiker wie Max Weber und Carl Schmitt hinausgeht. Der 2001 verstorbene Rechtswissenschaftler und Südasienspezialist Dieter Conrad, der am Heidelberger Südasieninstitut indisches Recht lehrte, entdeckt Gandhi als politischen Theoretiker und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der europäischen Tradition heraus. Conrad destilliert Gandhis politische Theorie aus zahlreichen Äußerungen und präsentiert sie in einer systematischen und kohärenten Form, die auf Augenhöhe mit westlichen Theorien zu Staat, Gewalt, Politik und Religion steht. Dies führt zu einer neuen Sicht auf die westliche Tradition und bietet tiefgehende Einblicke sowohl in die indische als auch in die westliche Denktradition. Conrads Darstellung von Gandhis Denken steht im Gegensatz zu Edward Saids Konzept des 'Orientalismus', da der Osten hier nicht als kulturell Anderer, sondern als Partner eines universellen Diskurses wahrgenommen wird. Das Buch thematisiert die Neubestimmung des Verhältnisses von Politik und Religion und bietet eine Redefinition des Politischen, das nicht nur auf Staat und Gewalt reduziert wird, sondern aus Gemeinschaft und Repräsentation hervorgeht. Politisches Handeln wird als Eintreten für Andere verstanden, wodurch der politische Verband entsteht, aus dem der Staat hervorgeht. In einer Zeit, die