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Glanz und Elend des Konservatismus

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Ob Konrad Adenauer in der frühen Bundesrepublik oder Robert Schuman in Frankreich: Konservative und Christdemokraten erwiesen sich oft als erfolgreiche Erneuerer. Man denke an die europäische Einigung, im deutschen Fall die Westbindung oder die soziale Marktwirtschaft. Aber wenn es darum geht, sich selbst zu erneuern, steht der Konservatismus vor einem Problem: Schon seit Edmund Burke ist sein Wesen das Bewahren, nicht das Erschaffen. Heute scheinen Mitte-rechts-Parteien hin- und hergerissen zwischen einer Allianz mit reaktionären Kräften und einem klaren Bekenntnis zur liberalen, offenen Gesellschaft. Angesichts weltweit erstarkender autoritärer Bewegungen plädiert Roger de Weck für eine politische Selbstvergewisserung der Konservativen: »Woke« ist das falsche Feindbild. Statt sich im Kulturkampf gegen links zu verausgaben, gilt es, die europäische Souveränität zu stärken. In Zeiten der Disruption kann der Konservatismus das Versprechen auf Stabilität verkörpern – vorausgesetzt, er widersteht seinem Reflex, nach rechts abzudriften.

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Glanz und Elend des Konservatismus, Roger de Weck

Język
Rok wydania
2026
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Glanz und Elend des Konservatismus
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2026
Oprawa
miękka
Liczba stron
160
ISBN13
9783518047477
Seria
Opis
Ob Konrad Adenauer in der frühen Bundesrepublik oder Robert Schuman in Frankreich: Konservative und Christdemokraten erwiesen sich oft als erfolgreiche Erneuerer. Man denke an die europäische Einigung, im deutschen Fall die Westbindung oder die soziale Marktwirtschaft. Aber wenn es darum geht, sich selbst zu erneuern, steht der Konservatismus vor einem Problem: Schon seit Edmund Burke ist sein Wesen das Bewahren, nicht das Erschaffen. Heute scheinen Mitte-rechts-Parteien hin- und hergerissen zwischen einer Allianz mit reaktionären Kräften und einem klaren Bekenntnis zur liberalen, offenen Gesellschaft. Angesichts weltweit erstarkender autoritärer Bewegungen plädiert Roger de Weck für eine politische Selbstvergewisserung der Konservativen: »Woke« ist das falsche Feindbild. Statt sich im Kulturkampf gegen links zu verausgaben, gilt es, die europäische Souveränität zu stärken. In Zeiten der Disruption kann der Konservatismus das Versprechen auf Stabilität verkörpern – vorausgesetzt, er widersteht seinem Reflex, nach rechts abzudriften.