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Das Lager Lackenbach

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Am 23. November 1940 wurde im burgenländischen Lackenbach das größte Roma-Zwangsarbeitslager im Deutschen Reich eingerichtet. In den Stallungen eines ehemaligen Meierhofes wurden Roma und Sinti interniert, um einerseits Orte „zigeunerfrei“ zu machen und zum anderen arbeitsfähige Häftlinge als Zwangsarbeiter auszubeuten. Das Lager war auch Ausgangspunkt für Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager und somit Teil der nationalsozialistischen Völkermordstrategie. Die Befreiung durch sowjetische Truppen erfolgte Ende März 1945. Das Lager Lackenbach wurde lange nicht als Konzentrationslager bewertet, wodurch die dort Gefangenen vielfach keine Anerkennung als Opfer des NS-Regimes erhielten. Das profunde Werk basiert auf umfassenden Recherchen in österreichischen, deutschen und polnischen Archiven und Bibliotheken und erschließt zudem neue Primärquellen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrnehmung des Lagers in der Zivilgesellschaft und bei den Behörden sowie auf dem Nutzen der Zwangsarbeit für die regionale Wirtschaft. Die Verantwortung der Lagerleitung und der Wachmannschaft wird untersucht, ebenso wie die lange bestehende Diskriminierung von Roma und Sinti. Zudem wird die Ablehnung von Opferfürsorgeanträgen nach 1945 beleuchtet, um zu zeigen, wie rassistische Vorurteile und Stereotype die Nachkriegszeit prägten. Die Entwicklung der Erinnerungs- und Gedenkkultur wird ebenfalls analysiert.

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Das Lager Lackenbach, Herbert Brettl

Język
Rok wydania
2026
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Das Lager Lackenbach
Język
niemiecki
Rok wydania
2026
Oprawa
twarda
Liczba stron
297
ISBN13
9783990163191
Seria
Opis
Am 23. November 1940 wurde im burgenländischen Lackenbach das größte Roma-Zwangsarbeitslager im Deutschen Reich eingerichtet. In den Stallungen eines ehemaligen Meierhofes wurden Roma und Sinti interniert, um einerseits Orte „zigeunerfrei“ zu machen und zum anderen arbeitsfähige Häftlinge als Zwangsarbeiter auszubeuten. Das Lager war auch Ausgangspunkt für Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager und somit Teil der nationalsozialistischen Völkermordstrategie. Die Befreiung durch sowjetische Truppen erfolgte Ende März 1945. Das Lager Lackenbach wurde lange nicht als Konzentrationslager bewertet, wodurch die dort Gefangenen vielfach keine Anerkennung als Opfer des NS-Regimes erhielten. Das profunde Werk basiert auf umfassenden Recherchen in österreichischen, deutschen und polnischen Archiven und Bibliotheken und erschließt zudem neue Primärquellen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrnehmung des Lagers in der Zivilgesellschaft und bei den Behörden sowie auf dem Nutzen der Zwangsarbeit für die regionale Wirtschaft. Die Verantwortung der Lagerleitung und der Wachmannschaft wird untersucht, ebenso wie die lange bestehende Diskriminierung von Roma und Sinti. Zudem wird die Ablehnung von Opferfürsorgeanträgen nach 1945 beleuchtet, um zu zeigen, wie rassistische Vorurteile und Stereotype die Nachkriegszeit prägten. Die Entwicklung der Erinnerungs- und Gedenkkultur wird ebenfalls analysiert.