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Sie haben ein Gedächtnis wie ein Mann, Mrs. Cresspahl!

Weibliche Hauptfiguren im Werk Uwe Johnsons

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  • 409 stron
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Die Besonderheiten der weiblichen Hauptfiguren in Johnsons Werk wurden zwar in der Forschungsliteratur gelegentlich erwähnt, jedoch fehlte bisher eine umfassende Untersuchung. Diese Studie widmet sich erstmals intensiv der Darstellung der weiblichen Figuren in den Romanen und bezieht auch kleinere, aufschlussreiche Prosastücke ein. Sie fasst bisher verstreute Einzelbeobachtungen kritisch zusammen und untersucht, welche traditionellen Muster in die Gestaltung der Protagonistinnen eingeflossen sind und welche Bedeutung dies für die Interpretation der einzelnen Romane sowie des Gesamtwerks hat. Die Entwicklung im Gesamtwerk beginnt mit einem „aufblickenden Erzählen“, das die Frau als besseren, naturnäheren und gefühlsstärkeren Menschen imaginiert. Diese Sichtweise wird im Spätwerk Jahrestage durch ein eher „freilassendes Erzählen“ abgelöst, das der Stimme der weiblichen Hauptfigur Raum gibt und übermäßige „projektive Verzerrungen“ vermeidet. Der Übergang zwischen diesen Erzählweisen wird nachgezeichnet. Die Arbeit formuliert allgemeine ästhetische Bedingungen für den gewaltfreien Umgang eines männlichen Autors mit seiner Protagonistin. Aus dieser Perspektive werden die Aporien in Johnsons Werk detaillierter beschrieben, was neue Anknüpfungspunkte und Perspektiven in der kontroversen Diskussion der Sekundärliteratur eröffnet.

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Sie haben ein Gedächtnis wie ein Mann, Mrs. Cresspahl!, Annekatrin Klaus

Język
Rok wydania
1999
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Tytuł
Sie haben ein Gedächtnis wie ein Mann, Mrs. Cresspahl!
Podtytuł
Weibliche Hauptfiguren im Werk Uwe Johnsons
Język
niemiecki
Rok wydania
1999
Liczba stron
409
ISBN10
3525209428
ISBN13
9783525209424
Seria
Opis
Die Besonderheiten der weiblichen Hauptfiguren in Johnsons Werk wurden zwar in der Forschungsliteratur gelegentlich erwähnt, jedoch fehlte bisher eine umfassende Untersuchung. Diese Studie widmet sich erstmals intensiv der Darstellung der weiblichen Figuren in den Romanen und bezieht auch kleinere, aufschlussreiche Prosastücke ein. Sie fasst bisher verstreute Einzelbeobachtungen kritisch zusammen und untersucht, welche traditionellen Muster in die Gestaltung der Protagonistinnen eingeflossen sind und welche Bedeutung dies für die Interpretation der einzelnen Romane sowie des Gesamtwerks hat. Die Entwicklung im Gesamtwerk beginnt mit einem „aufblickenden Erzählen“, das die Frau als besseren, naturnäheren und gefühlsstärkeren Menschen imaginiert. Diese Sichtweise wird im Spätwerk Jahrestage durch ein eher „freilassendes Erzählen“ abgelöst, das der Stimme der weiblichen Hauptfigur Raum gibt und übermäßige „projektive Verzerrungen“ vermeidet. Der Übergang zwischen diesen Erzählweisen wird nachgezeichnet. Die Arbeit formuliert allgemeine ästhetische Bedingungen für den gewaltfreien Umgang eines männlichen Autors mit seiner Protagonistin. Aus dieser Perspektive werden die Aporien in Johnsons Werk detaillierter beschrieben, was neue Anknüpfungspunkte und Perspektiven in der kontroversen Diskussion der Sekundärliteratur eröffnet.