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Passagen Philosophie: Das Einzigartige und die Sprache

Ein Essay

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  • 91 stron
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Ein Geist geht um zur Zeit, ein Ungeist: Er will glaubhaft machen, dass es die gegenwärtige (ökologische) Not erfordere, eine neue, disziplinübergreifende Sprache zu finden, die weltweit das Gespräch unter Philosophen, Naturwissenschaftlern, Politikern und Feministinnen möglich machen soll. Im vorliegenden Essay wird aufgezeigt, wie sehr dieser Wunsch auf der alten wissenschaftlichen Tendenz beruht, der Komplexität einzigartiger Phänomene auszuweichen, beziehungsweise diese durch „Modelle“ in den Griff zu bekommen, angeleitet von der letztlich allein entscheidenden Frage nach direkter Verwendbarkeit. Erkenntnistheorie verkam so immer wieder zu einer Theorie der Machbarkeit. Dass davon auch große Teile der grünen Bewegung betroffen sind, zeigt, wie weit wir noch von einer Politik des Einzigartigen entfernt sind. Dies, obwohl zum Beispiel bereits Wilhelm von Ockham oder im 19. Jahrhundert etliche Romantiker auf die wissenschaftliche Bedeutung des Einzelfalls verwiesen haben. Die heutige Sehnsucht nach einer „Einheitssprache“ aber zielt in die gegenteilige Richtung.

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Passagen Philosophie: Das Einzigartige und die Sprache, Markus Waldvogel

Język
Rok wydania
1990
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Passagen Philosophie: Das Einzigartige und die Sprache
Podtytuł
Ein Essay
Język
niemiecki
Rok wydania
1990
Oprawa
miękka
Liczba stron
91
ISBN10
3900767521
ISBN13
9783900767525
Seria
Opis
Ein Geist geht um zur Zeit, ein Ungeist: Er will glaubhaft machen, dass es die gegenwärtige (ökologische) Not erfordere, eine neue, disziplinübergreifende Sprache zu finden, die weltweit das Gespräch unter Philosophen, Naturwissenschaftlern, Politikern und Feministinnen möglich machen soll. Im vorliegenden Essay wird aufgezeigt, wie sehr dieser Wunsch auf der alten wissenschaftlichen Tendenz beruht, der Komplexität einzigartiger Phänomene auszuweichen, beziehungsweise diese durch „Modelle“ in den Griff zu bekommen, angeleitet von der letztlich allein entscheidenden Frage nach direkter Verwendbarkeit. Erkenntnistheorie verkam so immer wieder zu einer Theorie der Machbarkeit. Dass davon auch große Teile der grünen Bewegung betroffen sind, zeigt, wie weit wir noch von einer Politik des Einzigartigen entfernt sind. Dies, obwohl zum Beispiel bereits Wilhelm von Ockham oder im 19. Jahrhundert etliche Romantiker auf die wissenschaftliche Bedeutung des Einzelfalls verwiesen haben. Die heutige Sehnsucht nach einer „Einheitssprache“ aber zielt in die gegenteilige Richtung.