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Ist der Therapieplatz noch frei?

Psychotherapie als Medizin-Simulation

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  • 120 stron
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Der Therapieplatz, genauer: die Rede von fehlenden Therapieplätzen, davon, wie man am besten einen Therapieplatz findet und was man tut, wenn man endlich einen hat, aber einem die Therapeutin nicht gefällt, ist das Symptom einer Verschiebung des Verständnisses und Selbstverständnisses von Psychotherapie. Ich nenne diese Verschiebung eine Medizinalisierung. Der Therapieplatz ist (wie das Bett im Spital oder der Platz im Pflegeheim) eine Einheit der Gesundheitsversorgung, die von den Personen, die in einer Psychotherapie zusammenkommen, möglichst unabhängig sein soll. Diese Veränderung ist nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgetreten; und es gibt auch keine guten alten Zeiten, zu denen man zurückkehren könnte oder müsste. Dieser Essay ist keine kulturpessimistische Jeremiade über den Niedergang der »echten« Psychotherapie. Er zeigt aber, welche Faktoren diese Verschiebung vorangetrieben und attraktiv gemacht haben, welche Probleme und Widersprüche dadurch entstehen und welchen Einfluss das alles auf das Bild von uns selbst hat.

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Ist der Therapieplatz noch frei?, Schneider Peter

Język
Rok wydania
2026
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Ist der Therapieplatz noch frei?
Podtytuł
Psychotherapie als Medizin-Simulation
Język
niemiecki
Rok wydania
2026
Oprawa
miękka
Liczba stron
120
ISBN13
9783893203420
Seria
Opis
Der Therapieplatz, genauer: die Rede von fehlenden Therapieplätzen, davon, wie man am besten einen Therapieplatz findet und was man tut, wenn man endlich einen hat, aber einem die Therapeutin nicht gefällt, ist das Symptom einer Verschiebung des Verständnisses und Selbstverständnisses von Psychotherapie. Ich nenne diese Verschiebung eine Medizinalisierung. Der Therapieplatz ist (wie das Bett im Spital oder der Platz im Pflegeheim) eine Einheit der Gesundheitsversorgung, die von den Personen, die in einer Psychotherapie zusammenkommen, möglichst unabhängig sein soll. Diese Veränderung ist nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt aufgetreten; und es gibt auch keine guten alten Zeiten, zu denen man zurückkehren könnte oder müsste. Dieser Essay ist keine kulturpessimistische Jeremiade über den Niedergang der »echten« Psychotherapie. Er zeigt aber, welche Faktoren diese Verschiebung vorangetrieben und attraktiv gemacht haben, welche Probleme und Widersprüche dadurch entstehen und welchen Einfluss das alles auf das Bild von uns selbst hat.