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Er sei wie eine Uhr, die ewig nachgehe, er hinke seiner Zeit hinterher: »Zum Unterschied von Goethe zum Beispiel, der seiner Zeit bekanntlich vorauseilte«, schrieb Joseph Roth 1920 in einem seiner zahlreichen Feuilletons, um dann in dem für ihn typischen Witz den strapaziösen Versuch zu beschreiben, mit dem modernen Nahverkehr durch Berlin in die Zeitungsredaktion zu gelangen, in der er arbeitete. Damit ist die grundsätzliche – auch emotionale – Dynamik des Tempos recht gut einfangen. Wiebke Porombka zeichnet eine Kulturgeschichte des Tempos in all seinen Spielarten: Von Grimms »Hase und Igel« geht es über Alfred Döblin und Stefan Zweig zu Charly Chaplin und Tom & Jerry hin zum temporeichen Haushalt der 50er Jahre mit der 5-Minuten-Terrine, zu Sport, Verkehr und Städtebau, bis zu »Raketen-Fritz« und »Kugelblitz« – und zu der Frage, welches Tempo eine Gesellschaft als »normal« voraussetzt – wobei auch der Essay selbst von Seite zu Seite an Tempo zulegt.
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Gedankenspiele über das Tempo, Wiebke Porombka
- Język
- Rok wydania
- 2026
- Oprawa
- (twarda)
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- Tytuł
- Gedankenspiele über das Tempo
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Wiebke Porombka
- Wydawca
- Literaturverlag Droschl
- Rok wydania
- 2026
- Oprawa
- twarda
- Liczba stron
- 48
- ISBN13
- 9783990592137
- Seria
- Opis
- Er sei wie eine Uhr, die ewig nachgehe, er hinke seiner Zeit hinterher: »Zum Unterschied von Goethe zum Beispiel, der seiner Zeit bekanntlich vorauseilte«, schrieb Joseph Roth 1920 in einem seiner zahlreichen Feuilletons, um dann in dem für ihn typischen Witz den strapaziösen Versuch zu beschreiben, mit dem modernen Nahverkehr durch Berlin in die Zeitungsredaktion zu gelangen, in der er arbeitete. Damit ist die grundsätzliche – auch emotionale – Dynamik des Tempos recht gut einfangen. Wiebke Porombka zeichnet eine Kulturgeschichte des Tempos in all seinen Spielarten: Von Grimms »Hase und Igel« geht es über Alfred Döblin und Stefan Zweig zu Charly Chaplin und Tom & Jerry hin zum temporeichen Haushalt der 50er Jahre mit der 5-Minuten-Terrine, zu Sport, Verkehr und Städtebau, bis zu »Raketen-Fritz« und »Kugelblitz« – und zu der Frage, welches Tempo eine Gesellschaft als »normal« voraussetzt – wobei auch der Essay selbst von Seite zu Seite an Tempo zulegt.