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Erziehung als Dialog

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In der Erziehungswissenschaft zeichnet sich eine Rückbesinnung auf die eigene Wissenschaftsgeschichte und ihre Denktraditionen ab. Die Forderung nach Rehabilitierung der Alltagserfahrung gegenüber wissenschaftlichen Theorien und Technologien weist auf ein gewandeltes erzieherisches Problembewußtsein hin. Im Zuge dieser Entwicklung sind in den letzten Jahren Denkansätze und Theorien wieder aktuell geworden, die auf einem „humanen Sinn“ statt auf einem technologischen Verständnis von Erziehung bestehen. Alternativ- bzw. antipädagogische Standpunkte, die das Generationengefälle als Machtverhältnis kritisieren oder sogar Erziehung als Manipulation verwerfen, treffen unvermittelt auf solche Positionen, die das traditionelle hierarchische Generationenverständnis als Grundlage erzieherischen Handelns für unverzichtbar halten. Aus dieser Kontroverse führen die Interpretationen und Studien dieses Bandes mit einer Rückbesinnung auf den Dialog als allgemeines Prinzip der Erziehung hinaus. Mit Janusz Korczak und Platon-Sokrates wird der erziehungswissenschaftlichen Theoriediskussion eine Tradition pädagogischer Alltagsreflexion wieder in Erinnerung gerufen, die über ihre sozialwissenschaftlich-technologische Wende in Vergessenheit geriet und erst mühsam wieder angeeignet werden muß.

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Erziehung als Dialog, Herwart Kemper

Język
Rok wydania
1990
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Erziehung als Dialog
Język
niemiecki
Rok wydania
1990
Oprawa
miękka
Liczba stron
228
ISBN10
3779905965
ISBN13
9783779905967
Seria
Tagi
Opis
In der Erziehungswissenschaft zeichnet sich eine Rückbesinnung auf die eigene Wissenschaftsgeschichte und ihre Denktraditionen ab. Die Forderung nach Rehabilitierung der Alltagserfahrung gegenüber wissenschaftlichen Theorien und Technologien weist auf ein gewandeltes erzieherisches Problembewußtsein hin. Im Zuge dieser Entwicklung sind in den letzten Jahren Denkansätze und Theorien wieder aktuell geworden, die auf einem „humanen Sinn“ statt auf einem technologischen Verständnis von Erziehung bestehen. Alternativ- bzw. antipädagogische Standpunkte, die das Generationengefälle als Machtverhältnis kritisieren oder sogar Erziehung als Manipulation verwerfen, treffen unvermittelt auf solche Positionen, die das traditionelle hierarchische Generationenverständnis als Grundlage erzieherischen Handelns für unverzichtbar halten. Aus dieser Kontroverse führen die Interpretationen und Studien dieses Bandes mit einer Rückbesinnung auf den Dialog als allgemeines Prinzip der Erziehung hinaus. Mit Janusz Korczak und Platon-Sokrates wird der erziehungswissenschaftlichen Theoriediskussion eine Tradition pädagogischer Alltagsreflexion wieder in Erinnerung gerufen, die über ihre sozialwissenschaftlich-technologische Wende in Vergessenheit geriet und erst mühsam wieder angeeignet werden muß.