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Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien

Herrschaftsmanagement jenseits von Staat und Nation (bibliothek altes Reich, 5)

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ausgangspunkt der Diskussion über imperiales Herrschaftsmanagement ist die Arbeitshypothese, dass es sich bei einem „Imperium“ um ein Politik- und Gesellschaftsmodell handelt, dessen Integrationsleistung weder auf der „Verstaatung“ von Herrschaft beruht d. h. der zunehmenden Monopolisierung von Herrschaftsrechten, wie sie für den klassischen, nach Souveränität nach außen wie nach innen strebenden Territorialstaat charakteristisch ist , noch auf einer Vereinheitlichung der Bevölkerung. „Imperiale“ Mechanismen der Integration zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass sie einen Ausgleich von Einheit und Differenz herstellen, ohne letztere zu beseitigen bzw. ersterer zu unterwerfen. Im Sinn einer neuen Politikgeschichte können die Kategorien der Imperienforschung für die Erforschung des Römisch-Deutschen Reichs genutzt werden. Die Ergebnisse überraschen, sowohl hinsichtlich der Geschichte des Alten Reichs als auch der Imperienforschung, die das Alte Reich bislang ausgeklammert hat.

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Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien, Stephan Wendehorst

Język
Rok wydania
2015
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die Anatomie frühneuzeitlicher Imperien
Podtytuł
Herrschaftsmanagement jenseits von Staat und Nation (bibliothek altes Reich, 5)
Język
niemiecki
Rok wydania
2015
Oprawa
twarda
Liczba stron
490
ISBN10
3486579118
ISBN13
9783486579116
Seria
Opis
ausgangspunkt der Diskussion über imperiales Herrschaftsmanagement ist die Arbeitshypothese, dass es sich bei einem „Imperium“ um ein Politik- und Gesellschaftsmodell handelt, dessen Integrationsleistung weder auf der „Verstaatung“ von Herrschaft beruht d. h. der zunehmenden Monopolisierung von Herrschaftsrechten, wie sie für den klassischen, nach Souveränität nach außen wie nach innen strebenden Territorialstaat charakteristisch ist , noch auf einer Vereinheitlichung der Bevölkerung. „Imperiale“ Mechanismen der Integration zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass sie einen Ausgleich von Einheit und Differenz herstellen, ohne letztere zu beseitigen bzw. ersterer zu unterwerfen. Im Sinn einer neuen Politikgeschichte können die Kategorien der Imperienforschung für die Erforschung des Römisch-Deutschen Reichs genutzt werden. Die Ergebnisse überraschen, sowohl hinsichtlich der Geschichte des Alten Reichs als auch der Imperienforschung, die das Alte Reich bislang ausgeklammert hat.