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Verhäuslichte Gewalt

Sozialer Konflikt, wissenschaftliche Konstrukte, Alltagswissen, Handlungssituationen. Eine Explorativstudie über Gewalthandeln von Familien

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Familienmitglieder verletzen zunehmend gegenseitig ihre körperliche, seelische und sexuelle Integrität, ein Thema, das in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewinnt. Die Begriffe »Gewalt gegen Kinder«, »Gewalt gegen Frauen« und »Gewalt gegen Alte« in Familien kennzeichnen eine gesellschaftliche Debatte mit erheblichem sozialpolitischem Gewicht. Diese Untersuchung zielt darauf ab, die spezifischen Aspekte familialer Gewalt zu verstehen, indem sie Problemstellungen, Konzepte und Befunde, die bislang in isolierten Fachbereichen wie der Familiensoziologie, feministischen Sozialwissenschaft, Therapieforschung und Sozialpsychologie behandelt wurden, als selektive Wirklichkeitskonstruktionen betrachtet und in einem fiktiven Kolloquium miteinander verknüpft. Im zweiten Schritt werden narrative Interviews analysiert, die die sozialen Bedeutungen von Gewalthandlungen im Familienalltag beleuchten. Hierbei stehen Normalisierungsstrategien im Fokus, die nicht als Entschuldigungen oder Ausreden fungieren, sondern den Akteuren ermöglichen, ihrem Gewalthandeln oder den erlittenen Gewalterfahrungen Sinn zu verleihen. Diese Erklärungen reflektieren handlungsorientierende Deutungsmuster. Das Nachwort zur Taschenbuchausgabe thematisiert die sexuelle Ausbeutung von Kindern sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Familien.

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Verhäuslichte Gewalt, Michael Sebastian

Język
Rok wydania
1992
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Verhäuslichte Gewalt
Podtytuł
Sozialer Konflikt, wissenschaftliche Konstrukte, Alltagswissen, Handlungssituationen. Eine Explorativstudie über Gewalthandeln von Familien
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
1992
Oprawa
miękka
Liczba stron
438
ISBN10
3518284576
ISBN13
9783518284575
Seria
Opis
Familienmitglieder verletzen zunehmend gegenseitig ihre körperliche, seelische und sexuelle Integrität, ein Thema, das in der Öffentlichkeit an Bedeutung gewinnt. Die Begriffe »Gewalt gegen Kinder«, »Gewalt gegen Frauen« und »Gewalt gegen Alte« in Familien kennzeichnen eine gesellschaftliche Debatte mit erheblichem sozialpolitischem Gewicht. Diese Untersuchung zielt darauf ab, die spezifischen Aspekte familialer Gewalt zu verstehen, indem sie Problemstellungen, Konzepte und Befunde, die bislang in isolierten Fachbereichen wie der Familiensoziologie, feministischen Sozialwissenschaft, Therapieforschung und Sozialpsychologie behandelt wurden, als selektive Wirklichkeitskonstruktionen betrachtet und in einem fiktiven Kolloquium miteinander verknüpft. Im zweiten Schritt werden narrative Interviews analysiert, die die sozialen Bedeutungen von Gewalthandlungen im Familienalltag beleuchten. Hierbei stehen Normalisierungsstrategien im Fokus, die nicht als Entschuldigungen oder Ausreden fungieren, sondern den Akteuren ermöglichen, ihrem Gewalthandeln oder den erlittenen Gewalterfahrungen Sinn zu verleihen. Diese Erklärungen reflektieren handlungsorientierende Deutungsmuster. Das Nachwort zur Taschenbuchausgabe thematisiert die sexuelle Ausbeutung von Kindern sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Familien.