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Der stehende Sturm

Zur Dynamik gesellschaftlicher Selbstauflösung und kollektiver Regression (1600-2000)

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  • 268 stron
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Der eigentümliche Ausdruck, der heute meist für Welt steht, der Ausdruck Umwelt, scheint ein Welt-Verhältnis auszudrücken, das den Akzent nicht aufs Objekt, sondern aufs Subjekt verlegt hat, auf die den Weltmittelpunkt einnehmende Monade. Diese scheint die Welt nicht mehr als gegebene, sondern als Ensemble von Varietäten zu verstehen, auf die sie zugreifen (die sie also auch verletzen oder zerstören) kann, dem Flaneur auf den Supermärkten dieser Welt vergleichbar. Der Form nach hält sie an einem Eigentumsbegriff fest, der als substantiell, als statisch auslegt, was in Wirklichkeit dynamisch ist in einer Welt, die seit Generationen keinerlei festes Eigentum mehr gelten lassen konnte. Es ist der permanente Zugriff, der verrät, daß er dem in Wahrheit Rechnung trägt. Das 'Eigentum' sieht sich auf den permanenten Gestus der Aneignung angewiesen. Ein perverseres System ist geschichtlich wahrscheinlich niemals beobachtet worden. Nicht das viel gescholtene Konkurrenzprinzip, ein weit virulenteres Movens treibt es an. Denn das 'Aneignungsprinzip', einmal in Gang gesetzt, könnte in der Tat nicht mehr zur Ruhe kommen. Es nährt sich ja aus der permanenten Angst vor Verlust.

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Der stehende Sturm, Wolfgang Kaempfer

Język
Rok wydania
2005
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Der stehende Sturm
Podtytuł
Zur Dynamik gesellschaftlicher Selbstauflösung und kollektiver Regression (1600-2000)
Język
niemiecki
Rok wydania
2005
Oprawa
miękka
Liczba stron
268
ISBN10
393165978X
ISBN13
9783931659783
Seria
Opis
Der eigentümliche Ausdruck, der heute meist für Welt steht, der Ausdruck Umwelt, scheint ein Welt-Verhältnis auszudrücken, das den Akzent nicht aufs Objekt, sondern aufs Subjekt verlegt hat, auf die den Weltmittelpunkt einnehmende Monade. Diese scheint die Welt nicht mehr als gegebene, sondern als Ensemble von Varietäten zu verstehen, auf die sie zugreifen (die sie also auch verletzen oder zerstören) kann, dem Flaneur auf den Supermärkten dieser Welt vergleichbar. Der Form nach hält sie an einem Eigentumsbegriff fest, der als substantiell, als statisch auslegt, was in Wirklichkeit dynamisch ist in einer Welt, die seit Generationen keinerlei festes Eigentum mehr gelten lassen konnte. Es ist der permanente Zugriff, der verrät, daß er dem in Wahrheit Rechnung trägt. Das 'Eigentum' sieht sich auf den permanenten Gestus der Aneignung angewiesen. Ein perverseres System ist geschichtlich wahrscheinlich niemals beobachtet worden. Nicht das viel gescholtene Konkurrenzprinzip, ein weit virulenteres Movens treibt es an. Denn das 'Aneignungsprinzip', einmal in Gang gesetzt, könnte in der Tat nicht mehr zur Ruhe kommen. Es nährt sich ja aus der permanenten Angst vor Verlust.