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Willy Haas

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Um die Jahrhundertwende in Prag, Hauptstadt der k. u. k. österreichisch-ungarischen Monarchie, in der Deutsche, Tschechen und Juden mit ihren eigenen verschiedenen Kulturen, Traditionen, Sprachen und Religionen zusammenlebten, in dieser höchst problematischen Stadt, wurde Willy Haas geboren, und verbrachte seine Jugend. Dort leitete er eine Zeitschrift, die «Herder-Blätter», die den Willen zur Überwindung der Barriere zwischen den drei Völkern bezeugte. Im Berlin der zwanziger Jahre, das dank der zahlreichen Intellektuellen und Künstler eine ungeheuer lebendige Stadt war, gründete Haas Die Literarische Welt, eine neue Zeitung, die Tribüne der Diskussion und Arena des Neuen genannt wurde, und sich als freier Treffpunkt für divergierende kulturelle Strömungen verstand. Beide Publikationen stellten das Erscheinen aus finanziellen oder politischen Gründen ein, doch beide sind Zeugnisse für den intensiven Versuch, zu versöhnen und Gegensätze zu überwinden. Befreundet mit F. Werfel, F. Kafka, M. Brod, O. Pick, P. Eisner, R. Musil, A. Döblin, W. Benjamin, H. v. Hofmannsthal und vielen anderen, zuerst «Bewunderer», dann «Feind» von K. Kraus, war Haas immer ein wacher Kritiker, Anreger und Organisator im Mittelpunkt des kulturellen Lebens seiner Zeit. Später war er Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und des PEN-Club. 1965 wurde er mit dem grossen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Willy Haas, Luisa Valentini

Język
Rok wydania
1986
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Willy Haas
Język
niemiecki
Wydawca
Lang
Rok wydania
1986
Oprawa
miękka
Liczba stron
176
ISBN10
3820493077
ISBN13
9783820493078
Seria
Kategorie
Opis
Um die Jahrhundertwende in Prag, Hauptstadt der k. u. k. österreichisch-ungarischen Monarchie, in der Deutsche, Tschechen und Juden mit ihren eigenen verschiedenen Kulturen, Traditionen, Sprachen und Religionen zusammenlebten, in dieser höchst problematischen Stadt, wurde Willy Haas geboren, und verbrachte seine Jugend. Dort leitete er eine Zeitschrift, die «Herder-Blätter», die den Willen zur Überwindung der Barriere zwischen den drei Völkern bezeugte. Im Berlin der zwanziger Jahre, das dank der zahlreichen Intellektuellen und Künstler eine ungeheuer lebendige Stadt war, gründete Haas Die Literarische Welt, eine neue Zeitung, die Tribüne der Diskussion und Arena des Neuen genannt wurde, und sich als freier Treffpunkt für divergierende kulturelle Strömungen verstand. Beide Publikationen stellten das Erscheinen aus finanziellen oder politischen Gründen ein, doch beide sind Zeugnisse für den intensiven Versuch, zu versöhnen und Gegensätze zu überwinden. Befreundet mit F. Werfel, F. Kafka, M. Brod, O. Pick, P. Eisner, R. Musil, A. Döblin, W. Benjamin, H. v. Hofmannsthal und vielen anderen, zuerst «Bewunderer», dann «Feind» von K. Kraus, war Haas immer ein wacher Kritiker, Anreger und Organisator im Mittelpunkt des kulturellen Lebens seiner Zeit. Später war er Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und des PEN-Club. 1965 wurde er mit dem grossen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.