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Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule

Tranformationsprozesse in traditionalen Familienwelten als Voraussetzung für schulisches Überleben von Immigrantenkindern - 2. Auflage

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  • 307 stron
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Fachleute sind sich einig, dass Arbeitsmigranten aus Italien in ihren Aufnahmeländern als integriert gelten und keine Probleme für die psychosoziale Versorgung darstellen. Die Situation ihrer Kinder in den Schulen wird ebenfalls positiver eingeschätzt als die von Kindern aus kulturell weiter entfernten Ländern. Diese Einschätzung könnte oberflächlich zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich tiefere Probleme. Die pauschale Bezeichnung "Arbeitsmigranten aus Italien" ist irreführend, da die Kluft zwischen Nord- und Süditalien stetig wächst. In Süditalien, dem Herkunftsort der in dieser Studie untersuchten Familien, herrscht eine Kultur des "Immobilismus", die von Lepsius (1965) detailliert beschrieben wurde. Dieser soziokulturelle Immobilismus resultiert aus einer tiefen Kluft zwischen kulturellen Idealen und der sozioökonomischen Realität. Das kulturelle Leitbild der süditalienischen Gesellschaft orientiert sich an dem Lebensstil des städtischen, wirtschaftlich unabhängigen Intellektuellen, während die Mehrheit der Bevölkerung, bestehend aus Landarbeitern, kleinen Bauern und Handwerkern, in einer ganz anderen sozialen Lage lebt.

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Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule, Andrea Lanfranchi

Język
Rok wydania
1995
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
59,99 zł

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Tytuł
Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule
Podtytuł
Tranformationsprozesse in traditionalen Familienwelten als Voraussetzung für schulisches Überleben von Immigrantenkindern - 2. Auflage
Język
niemiecki
Rok wydania
1995
Oprawa
miękka
Liczba stron
307
ISBN10
3810014206
ISBN13
9783810014207
Seria
Tagi
Opis
Fachleute sind sich einig, dass Arbeitsmigranten aus Italien in ihren Aufnahmeländern als integriert gelten und keine Probleme für die psychosoziale Versorgung darstellen. Die Situation ihrer Kinder in den Schulen wird ebenfalls positiver eingeschätzt als die von Kindern aus kulturell weiter entfernten Ländern. Diese Einschätzung könnte oberflächlich zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich tiefere Probleme. Die pauschale Bezeichnung "Arbeitsmigranten aus Italien" ist irreführend, da die Kluft zwischen Nord- und Süditalien stetig wächst. In Süditalien, dem Herkunftsort der in dieser Studie untersuchten Familien, herrscht eine Kultur des "Immobilismus", die von Lepsius (1965) detailliert beschrieben wurde. Dieser soziokulturelle Immobilismus resultiert aus einer tiefen Kluft zwischen kulturellen Idealen und der sozioökonomischen Realität. Das kulturelle Leitbild der süditalienischen Gesellschaft orientiert sich an dem Lebensstil des städtischen, wirtschaftlich unabhängigen Intellektuellen, während die Mehrheit der Bevölkerung, bestehend aus Landarbeitern, kleinen Bauern und Handwerkern, in einer ganz anderen sozialen Lage lebt.