Der Literaturwissenschaftler Philipp Witkop bietet eine prägnante Analyse bedeutender deutscher Lyriker und deren Gedichte. In diesem Werk werden zentrale Themen und stilistische Merkmale der Lyrik beleuchtet, was einen tiefen Einblick in die deutsche Literaturgeschichte ermöglicht. Der Nachdruck der zweiten Auflage aus dem Jahr 1921 sorgt dafür, dass diese wertvolle Sammlung auch heutigen Lesern zugänglich bleibt.
Eine Wiederentdeckung erschütternder Einzelschicksale, herausgehoben aus dem großen gleichmachenden Kriege. Den Krieg als kurze Unterbrechung des alltäglichen Lebens betrachtend, sehen sich bald die jungen Soldaten mit dem Grausen im Schützengraben konfrontiert. In zahlreichen Briefen sind die Augenblicke der fühlbar letzten Stunden dokumentiert. Aus über 20.000 Briefen gefallener Studenten wurde eine besonders bedrückende Auswahl zusammengestellt, die von allen Fronten während des Ersten Weltkriegs nach Hause an die Familie verschickt wurden. In den Briefen spiegeln sich die Hoffnungen auf gesunde Heimkehr wider. Oft sind Vorahnungen herauslesbar, die nächste Schlacht nicht zu überstehen, aber auch Resignation und die Erkenntnis, dass dieser Krieg nur Menschenjagd ist.
Stärker als bei anderen großen Schriftstellern war das Werk Tolstois untrennbar mit seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit verbunden. Eindrucksvoll gelingt es Philipp Witkop in dieser frühen Biographie, diesen Zusammenhang darzustellen. Witkop vermeidet trockene Literaturanalysen und schildert in emphatischem Miterleben, wie Tolstois Themen seiner Weltanschauung, seinem Gefühlsleben und inneren Kämpfen um den eigenen Glauben entspringen. Im Zentrum steht dabei die Verbundenheit zur Natur und dem einfachen Volk, besonders der Bauernschaft. Kaum eine Schrift lässt Witkop unbesprochen, sodass dem Leser am Ende nicht nur der Mensch Tolstoi klar vor Augen steht, sondern auch der umfassende Reichtum seines Schaffens. Philipp Witkop (1880-1942) war Professor für neuere deutsche Literatur in Freiburg und legte nach seinem Studium sein Hauptanliegen auf Arbeiterbildung. Witkop war einer der ersten Literaturwissenschaftler, der Vorlesungen über Thomas Mann hielt. Mit ihm unterhielt er außerdem einen angeregten Briefwechsel.
Die Biografie von Philipp Witkop über Heinrich von Kleist beleuchtet den Dichter als Tragiker, der im Alltagsleben scheiterte. Witkop, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte, wurde durch seine Sammlung "Kriegsbriefe gefallener Studenten" bekannt. Diese umfassende Analyse erschien erstmals 1921 und bietet tiefgehende Einblicke in Kleists Leben und Werk. Der Nachdruck der Erstausgabe aus Stuttgart und Berlin ermöglicht es, Witkops bedeutende Perspektiven auf Kleists literarisches Schaffen erneut zu entdecken.