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Andreas Gottsmann

    Romische Historische Mitteilungen 60/2018
    Venetien 1859 - 1866
    • Venetien 1859 - 1866

      • 607 stron
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      In den Monaten nach dem verlorenen Krieg von 1859 sah sich Kaiser Franz Joseph gezwungen, den Forderungen der ökonomischen Eliten nach politischer Partizipation im Zentrum des Reiches und in den Ländern teilweise nachzukommen. Die neue Führungsschicht strebte einen konstitutionellen Rahmen an, um die wichtigsten liberalen Grundwerte zu verwirklichen und das Staatsganze neu zu gestalten. Die Gründung des Königreichs Italien 1861 und die wachsende italienische Nationalbewegung stellten große Herausforderungen für das multiethnische Habsburgerreich dar. Zunächst reagierte man mit repressiven Methoden, entschloss sich jedoch ab 1861, die vom Reichsrat in Wien verabschiedeten liberalen Gesetze auch in Venetien anzuwenden und rechtsstaatliche Kriterien im Kampf gegen die staatliche Opposition zu beachten. In den Bereichen Bürokratie, Landesvertretung, Kirche, Bildung, politische Opposition, Emigration, Wirtschaft und Gesetzgebung wird ein Bild des italienischen Kronlandes in den Jahren vor seiner Abtretung gezeichnet. Es zeigt sich, dass die angestrebte Integration Venetiens in das politische System der Habsburgermonarchie letztlich nicht gelang. Dennoch prägte die österreichische Verwaltung in den sechs Jahrzehnten der Zugehörigkeit Venetiens zur Habsburgermonarchie nachhaltig die Geschichte und Kultur des Landes.

      Venetien 1859 - 1866
    • Inhaltsverzeichnis Siglenverzeichnis Bericht über die wissenschaftliche Tätigkeit des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturforum in Rom. Michael Muhlberghuber behandelt die Abwesenheit des Pontifex maximus Q. Metellus Pius (79-71 v. Chr.). Tomas Cernusak analysiert die Nuntiatur von Carlo Caraffa (1621-1628) im historischen Kontext. Vaclav Buzek thematisiert die Erneuerung des Katholizismus im Königreich Böhmen anhand der Nuntiaturberichte vom Kaiserhof (1628-1635). Peter Tusor beleuchtet die Beziehungen zwischen den ungarischen Kronländern und Rom in diesem Zeitraum. Lothar Hobelt beschreibt die Interaktionen zwischen Kaiser und Papst von Regensburg nach Prag (1630-1635) während des Dreißigjährigen Krieges. Niksa Varezic untersucht die komplexe diplomatische Geschichte zwischen der Santa Sede und der Republik Ragusa in der frühen Neuzeit. Nicola Cusumano reflektiert über die Bestrebungen einer besseren Welt. Giulia Delogu analysiert die Darstellung von Maria Carolina als 'Sposa' und 'Madre' zwischen Wien und Neapel. Renate Lunzer widmet sich der Bibliothekarin der Königin, Eleonora Fonseca Pimentel. Mirella Vera Mafrici betrachtet Maria Carolina d'Asburgo-Lorena in Neapel. Giovanni Merola diskutiert Maria Carolinas Gedanken zu Reformen (1781-1785). Gianluca Paolucci erforscht die Illuminaten in Neapel. Cinzia Recca beleuchtet die Verbindung zwischen öffentlichen und privaten Aktivitäten in Maria Carolinas Tagebü

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