Kaum ein Thema beschäftigt uns im Leben mehr, als Liebe und Partnerschaft. Allzu häufig kommt es in Liebesbeziehungen aber zu Situationen des Hin- und Hergerissen-seins, die unauflösbar scheinen und nicht das gewünschte Liebesglück, sondern vielmehr ein Liebesdrama bewirken. Das vorliegende Buch beschreibt, wie man sich selbst und andere in der Partnerschaft besser versteht und damit zu freieren und erfüllenderen Liebesbeziehungen findet. Dabei beschäftigt sich ein eigenes Kapitel mit dem viel beschworenen Thema der „ karmischen Beziehungen“. In allgemein verständlicher Form wird dargelegt, wie ambivalente Gefühle entstehen, woher sie kommen und wie man besser mit Ihnen umgehen kann. Auf astrologischer Basis wird geklärt, welchem Beziehungstyp fjemand angehört, welche Faktoren auf eine Beziehungsambivalenz hindeuten und wie man ein individuelles Partnersuchbild erstellt. Besonders hilfreich für die praktische Arbeit sind die vielfältigen Deutungstexte zu astrologischen Konstellationen im direkten Partnervergleich.
Uwe Sonnenschein Książki


Die Jahrtausende alte Erfahrungswissenschaft Astrologie ist heute aktueller denn je. Basis der Astrologie ist das Horoskop, was übersetzt etwa "in die Stunde schauen" bedeutet. Ein (Geburts-) Horoskop ist tatsächlich nichts anderes als eine Himmelslandkarte, zum genauen Zeitpunkt und vom Ort einer Geburt aus gesehen. In diesem Horoskop eingezeichnet sind der Tierkreis, die astrologischen Häuser, die Planeten und deren Winkelbeziehungen (Aspekte) untereinander. Verstanden wird diese Himmelslandkarte als rundlebensbauplan, der sowohl Möglichkeiten als auch Hemmnisse anzeigt. Es beschreibt den Menschen von seiner inneren Anlage her wie auch die Lebensbereiche, in denen er tätig werden soll und die Forderungen der Umwelt an ihn. Erste Hinweise auf eine systematische Himmelsbeobachtung sind durch archäologische Funde belegt. So zeigt bspw. eine Knochenplatte um etwa 32000 Jahre v. Chr. bereits die Darstellung der Mondphasen. Ab etwa 5000 v. Chr. finden sich in Mesopotamien, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, immer detailliertere astronomische und astrologische Aufzeichnungen. Bereits um 1000 v. Chr. war den Babyloniern der Tierkreis bekannt. Auch die Mondknoten, von denen dieses Buch handelt, waren den Babyloniern geläufig. In den Reichen der Sumerer und Babylonier wurden Horoskope zunächst nur für Könige und Staaten gestellt. Das früheste überlieferte Individualhoroskop entstand etwa 409 v. Chr. bei den Griechen. In diesem Sinne wird die Astrologie auch als Psychologie des Altertums verstanden. Im 2. Jahrh. n. Chr. faßte Claudius Ptolemäus in vier Bänden ("Tetrabiblos") das gesamte astrologische Wissen seiner Zeit zusammen. Bekannt waren demnach bereits dort die wichtigsten Faktoren der Astrologie, die auch heute noch Verwendung finden: Planeten, Häuser, Tierkreis und Aspekte. Höhepunkte einer wechselhaften Zeit für die Astrologie in Europa sind die ab dem 14. Jahrh. n. Chr. eingerichteten Lehrstühle für Astrologie an vielen Universitäten des Abendlandes und schließlich die Renaissance der Astrologie gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert schließlich kam es zu weiteren Verfeinerungen der Deutungsmethoden, dem Brückenschlag zur modernen Psychologie und durch den Esoterikboom der 1980er Jahre zu einem zunehmenden Interesse in breiten Bevölkerungsgruppen der bis in das aktuelle 21. Jahrhundert hinein reicht. Heute wird die Astrologie als differenzierte Persönlichkeitslehre des Menschen verstanden, die auf Erkenntnisgewinn und Entwicklungsmöglichkeiten zielt. Der Tierkreis beschreibt hierbei unsere Anlagen, die astrologischen Häuser unsere Umwelt. Die astrologischen Planeten gelten als Wesenskräfte (Mars bspw. symbolisiert unsere Durchsetzungsfähigkeit), die Aspekte zeigen die Kommunikation dieser Wesenskräfte untereinander an. Die Zusammenschau aller Faktoren ergibt dann ein Gesamtbild des Menschen. In heutigen Horoskopen wird meist der aufsteigende Mondknoten mit eingezeichnet und beinahe wie ein Planet behandelt. In Wirklichkeit ist er jedoch ein rein rechnerischer Punkt. Zur Deutung der Planeten stehen uns vielfältige Analogien in der griechischen und römischen Mythologie zur Verfügung. Auch kann man Ableitungen aus der optischen Beobachtung der Planeten treffen (die rote Farbe des Mars bspw. kann mit Blut und Krieg, aber auch mit Antriebskraft assoziiert werden). Für die Mondknoten stehen uns diese Erkenntnismittel leider nur in geringerem Umfang zur Verfügung. Dieses Buch soll daher über verschiedene Ansätze ein Gefühl für die Mondknoten und deren Deutung entwickeln helfen. Was sind die Mondknoten überhaupt, welche Vorstellungen waren und sind mit ihnen verbunden und welche Ableitungen und Deutungen ergeben sich aus ihnen? Diese und andere Fragen werden aufgegriffen und ausführlich behandelt. Am Ende des Buches befindet sich eine Tabelle mit den Ständen des aufsteigenden Mondknotens in den Tierkreiszeichen. Hiermit kann auch der astrologisch ungesc