Verfolgte jüdische Dichter, Schriftsteller und Journalisten aus Osteuropa und dem russischen Raum flohen im 19. und 20. Jahrhundert vor Pogromen, den Nationalsozialisten und dem Terrorregime Stalins. Ihre Werke schrieben sie auf Jiddisch, in der Sprache der aschkenasischen Juden. Der Band stellt bedeutende, nach Argentinien eingewanderte jiddische Schriftsteller, Journalisten und Künstler vor, schildert die Verfolgung in ihrer Heimat und die Situation im Exilland. Das Kolonisationsprojekt von Baron Maurice de Hirsch, die Errichtung landwirtschaftlicher Kolonien und das Leben in den jüdischen Vierteln Once und Villa Crespo in Buenos Aires zu einer Zeit, in der jiddische Einwanderer eine argentinisch-jiddische Presse und jiddische Theater schufen, die es heute nicht mehr gibt. Die Biographien der Dichter, ihr Leben und Werk und die Fülle an Literaturempfehlungen sind der Schwerpunkt eines Buches, das die Bedeutung der jiddischen Sprache und Literatur und die Gefahr ihres endgültigen Verstummens zum Ausdruck bringt.
Miguela Apfeldorf Kolejność książek (chronologicznie)


Aber die Amsel, sie bleibt. Schriften aus der Jugend
- 212 stron
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Eine Sammlung von Prosatexten. Nuancen zwischen Erinnerung und Illusion. Subtile Schilderungen seelischer Empfindungen. Ein Kind, das im Verborgenen leben muss. Französische Obsessionen. Natur und Dichtung. Das stete Ringen um Freiheit. „Ein Kind ist ein Mitglied einer Schar, ein Kind ist ein Kind wie ein Baum ein Baum und ein Tisch ein Tisch. Nie habe ich empfunden, daß sie eines Kindes Persönlichkeit und Seele wahrgenommen hätten. Es gab verschiedene Charaktere, ruhige und wilde, einfache und schwierige Kinder, aber sie sahen nicht das Wesen, das Innere, die Individualität, das, was einen Menschen ausmacht. Ihre Wahrnehmung ging nicht über äußere Merkmale hinaus.“ „Die Sprache mit dem weiß blühenden Zweig vor meinem Fenster harmoniert nicht mit der der Menschen. Die Stimme in mir, die so leise ist, wird von ihnen überschrien. Einmal die Menschen, die mich tragen, ich weiß. Einmal nur ich und dieser weiß blühende Zweig.“